Jeder, der schon einmal über einen Urlaub auf den Kanarischen Inseln nachgedacht hat, kennt die Qual der Wahl: Soll es Teneriffa sein, die größte Insel mit dem Teide, oder doch Gran Canaria mit den Dünen von Maspalomas? Die Entscheidung hängt von persönlichen Vorlieben ab – und von einigen handfesten Fakten, die wir für Sie zusammengetragen haben.

Anzahl der Hauptinseln: 7 · Fläche (km²): 7.493 km² · Einwohner (ca.): 2,2 Millionen · Höchster Berg: Teide (3.718 m) auf Teneriffa · Bundesland: Spanien (Autonome Gemeinschaft)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Welche Insel tatsächlich die „schönste“ ist, bleibt subjektiv – kein offizielles Ranking.
  • Die genauen Preise für Unterkünfte variieren stark je nach Saison und Anbieter.
  • Es gibt keine offizielle Rangliste der teuersten Inseln; Schätzungen basieren auf Durchschnittswerten.
3Zeitleisten-Signal
  • 1402–1496: Spanische Eroberung der Kanarischen Inseln
  • 1927: Aufteilung in zwei Provinzen (Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas)
  • 1982: Autonome Gemeinschaft der Kanarischen Inseln gebildet
  • 1994: Erklärung der Dünen von Maspalomas zum Naturschutzgebiet
4Wie es weitergeht
Merkmal Wert
Höchster Berg Teide (3.718 m), Teneriffa
Größte Insel nach Fläche Teneriffa (2.034 km²)
Kleinste Insel El Hierro (268 km²)
Einwohnerreichste Insel Teneriffa (ca. 900.000)
Durchschnittstemperatur in Las Palmas 21 °C (Jahresdurchschnitt)
Offizielle Amtssprache Spanisch

Wie heißen die 7 Kanarischen Inseln?

Liste der sieben Hauptinseln

  • Teneriffa – Fläche 2.034 km², Einwohner ca. 900.000 (Wikipedia – freies Online-Lexikon)
  • Gran Canaria – Fläche 1.560 km², Einwohner ca. 850.000
  • Fuerteventura – Fläche 1.660 km², Einwohner ca. 120.000
  • Lanzarote – Fläche 845 km², Einwohner ca. 150.000
  • La Palma – Fläche 706 km², Einwohner ca. 85.000
  • La Gomera – Fläche 370 km², Einwohner ca. 21.000
  • El Hierro – Fläche 268 km², Einwohner ca. 11.000

Kurzbeschreibung jeder Insel

  • Teneriffa bietet den Teide und eine Mischung aus Natur und Nachtleben (Condor – deutsche Fluggesellschaft).
  • Gran Canaria wird als „Miniaturkontinent“ beschrieben (MERIAN – Reisemagazin).
  • Fuerteventura gilt als Paradies für Surfer und Strandurlauber.
  • Lanzarote besticht durch Vulkanlandschaften und César-Manrique-Architektur.
  • La Palma ist bekannt für dunkle Sandstrände und Sternenbeobachtung.
  • La Gomera lockt mit dem Garajonay-Nationalpark und unberührter Natur.
  • El Hierro setzt auf nachhaltigen Tourismus und Ruhe.

„Gran Canaria wird oft als Miniaturkontinent bezeichnet, weil es auf kleinem Raum eine extreme Vielfalt an Landschaften bietet.“

MERIAN (Reisemagazin)

Fazit: Die sieben Hauptinseln unterscheiden sich deutlich in Größe, Einwohnerzahl und Charakter. La Graciosa wird oft als achte Insel gezählt, ist aber offiziell eine Nebeninsel. Für Reisende, die eine Übersicht suchen: Teneriffa ist die größte, El Hierro die kleinste Insel. Die Implikation: Wer eine Rundreise plant, sollte die Flächenunterschiede bei der Reisezeit berücksichtigen.

Was ist die schönste kanarische Insel?

Kriterien: Natur, Strände, Aktivitäten

Die Frage nach der schönsten Insel lässt sich nicht objektiv beantworten. Fünf Kriterien helfen bei der Entscheidung: Landschaftsvielfalt, Strandqualität, Aktivitätenangebot, Infrastruktur und Ruhe. Ein Beispiel: Esquire (Lifestyle-Magazin) empfiehlt Lanzarote und Fuerteventura per Fähre zu kombinieren, um Vulkanwüste und Traumstrände zu vereinen.

Vergleichstabelle: Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro

Das Muster ist eindeutig: Je größer die Insel, desto mehr Abwechslung – aber auch mehr Touristen.

Insel Natur Strände Aktivitäten Geeignet für
Teneriffa Teide, Lorbeerwälder, Klippen schwarzer Sand, auch feine Strände Wandern, Whale Watching, Loro Parque Familien, Abenteurer, Kulturfans (Esquire)
Gran Canaria Dünen, Berge, Schluchten Maspalomas, Playa del Inglés Wandern, Wassersport, Nachtleben Abwechslungssuchende (Condor)
Fuerteventura Vulkanhügel, Dünen Endlosstrände, feiner Sand Surfen, Kiten, Ruhe Strandliebhaber, Surfer (Esquire)
Lanzarote Vulkanpark Timanfaya, Lavafelder Strände mit schwarzem Sand Vulkantouren, Cueva de los Verdes Kunst- und Naturfans (Esquire)
La Palma Nebelwälder, Vulkankrater schwarze Kiesstrände Wandern, Sternenbeobachtung Wanderer, Naturliebhaber (Esquire)
La Gomera Garajonay-Nationalpark, Lorbeerwald wenige, ruhige Buchten Wandern, Eseltouren Ruhesuchende, Paare (Esquire)
El Hierro Vulkanlandschaft, Steilküsten Naturpools, schwarze Strände Tauchen, nachhaltiger Tourismus Individualisten, Taucher (Esquire)

Was das für die Reiseplanung bedeutet: Die Tabelle zeigt, dass die Inselwahl das Urlaubserlebnis stärker prägt als die Reisedauer.

„Teneriffa ist die flexibelste Option für Natur und Strand – die Insel bietet sowohl den höchsten Berg Spaniens als auch beliebte Badeorte.“

Condor (deutsche Fluggesellschaft)

Vorteile

  • Große Auswahl: jede Insel hat ein eigenes Profil.
  • Ganzjährig mildes Klima (21–26 °C im Sommer, 16–21 °C im Winter).
  • Gute Flug- und Fährverbindungen.

Nachteile

  • Massentourismus auf Teneriffa und Gran Canaria.
  • Höhere Preise in den Haupttouristengebieten.
  • Verkehr auf engen Straßen kann stressig sein.
Der Kern

Die „schönste“ Insel ist ein Mythos. Entscheidend ist das persönliche Reiseprofil: Wer Abwechslung liebt, wählt Gran Canaria; wer Ruhe sucht, El Hierro. Der Vergleich zeigt: keine Insel ist objektiv besser, nur anders.

Was ist die teuerste kanarische Insel?

Kostenvergleich Unterkunft, Restaurant, Aktivitäten

  • Teneriffa und Gran Canaria gelten als die teuersten Inseln, besonders in Touristenhochburgen wie Playa de las Américas oder Maspalomas (MERIAN).
  • La Gomera und El Hierro sind in der Regel günstiger – einfache Unterkünfte ab 50 € pro Nacht.
  • Die Preise variieren stark nach Saison: Im Winter zahlen Sie auf Teneriffa oft das Doppelte.

„Fuerteventura eignet sich für preisbewusste Strandurlauber, während Teneriffa ein breiteres, aber teureres Angebot hat.“

Condor (deutsche Fluggesellschaft)

Fazit: Teneriffa und Gran Canaria sind die teuersten Inseln, besonders im Süden. Wer sparen möchte, wählt La Gomera oder El Hierro – dort sind Unterkünfte und Restaurants günstiger, allerdings auch das Angebot kleiner. Der Haken: Günstigere Preise bedeuten oft längere Anfahrtswege zu Sehenswürdigkeiten.

Warum ist Gran Canaria die Insel der Schwulen?

LGBTQ+-Szene in Maspalomas

  • Gran Canaria, besonders Maspalomas und Playa del Inglés, gilt als liberales Reiseziel (Cabildo de Gran Canaria – offizielle Tourismusbehörde).
  • Der Yumbo-Komplex ist ein Zentrum des LGBTQ+-Nachtlebens mit zahlreichen Bars und Clubs.
  • Die Insel veranstaltet jedes Jahr die „Winter Pride“ und andere Events.

Toleranz und Akzeptanz

  • Gran Canaria wird oft als „Insel der Schwulen“ bezeichnet, weil die Toleranz und Akzeptanz hier besonders hoch ist.
  • In den Touristenzonen ist LGBTQ+-Freundlichkeit Standard.

Veranstaltungen und Strände

  • Der Strand von Maspalomas hat einen inoffiziellen LGBTQ+-Abschnitt.
  • Jährliche Highlights: Maspalomas Pride (Mai) und Winter Pride (November).

„Gran Canaria ist eines der beliebtesten Reiseziele für LGBTQ+-Urlauber in Europa – die Szene in Maspalomas ist das ganze Jahr über aktiv.“

Esquire (Lifestyle-Magazin)

Warum das wichtig ist

Die LGBTQ+-Freundlichkeit Gran Canarias ist kein Marketing-Gag, sondern Ergebnis jahrzehntelanger Offenheit. Für queere Reisende, die Diskriminierung vermeiden wollen, bietet die Insel einen sicheren, integrativen Raum – das gilt auch für Teneriffa, wenn auch weniger ausgeprägt.

Auf was muss man in Gran Canaria achten?

Sicherheit im Straßenverkehr und am Strand

  • Sonnenschutz ist wichtig: Die Sonne ist stark, selbst im Winter (Cabildo de Gran Canaria – offizielle Tourismusbehörde).
  • An Stränden wie Maspalomas gibt es starke Strömungen; Badezonen beachten.
  • Der Verkehr auf den Inseln ist rechts; in Mietwagen auf enge Straßen und Kreisverkehr achten.

Gesundheit und Sonnenschutz

  • Der UV-Index ist auf den Kanaren ganzjährig hoch – Sonnencreme mit LSF 50+ empfohlen.

Kleiderordnung in Restaurants und Clubs

  • In gehobenen Restaurants und Clubs wird abends elegante Kleidung erwartet (z. B. lange Hosen, keine Flipflops).
  • Am Strand ist Badekleidung okay; in Supermärkten und Bus nicht.

Was ist in den Dünen von Maspalomas los?

  • Die Dünen von Maspalomas sind ein Naturschutzgebiet (Cabildo de Gran Canaria – Reiseführer-Download).
  • Das Betreten der Dünen ist verboten, um die fragile Vegetation und Tierwelt zu schützen.
  • Erlaubt sind Spaziergänge auf markierten Wegen und der Besuch des Leuchtturms.
Die Falle

Viele Touristen überschreiten die Verbotszone in den Dünen – das kann mit einem Bußgeld von bis zu 600 € geahndet werden. Der Weg zum Leuchtturm ist die einzige erlaubte Route.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Die sieben Hauptinseln sind Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro.
  • Gran Canaria hat 30 Touristeninformationsbüros mit 45 Experten.
  • Die Dünen von Maspalomas sind ein Naturschutzreservat.
  • Gran Canaria ist bekannt für LGBTQ+-Tourismus.
  • Teneriffa hat den höchsten Berg Spaniens (Teide).

Was unklar ist

  • Welche Insel tatsächlich die „schönste“ ist – bleibt subjektiv.
  • Die genauen Preise variieren stark je nach Saison und Anbieter.
  • Es gibt keine offizielle Rangliste der teuersten Inseln; Schätzungen basieren auf Durchschnittswerten.

„Das Klima auf den Kanaren ist eines der angenehmsten der Welt – mit Durchschnittstemperaturen um 21 °C in Las Palmas ist es ganzjährig mild.“

Spain.info – offizielle Tourismusseite Spaniens

„La Graciosa wird oft als achte Kanarische Insel bezeichnet, ist aber offiziell eine Nebeninsel von Lanzarote.“

Wikipedia – freies Online-Lexikon

Die Kanarischen Inseln bieten eine einzigartige Vielfalt – vom mondänen Teneriffa bis zum beschaulichen El Hierro. Für Reisende, die eine fundierte Entscheidung treffen wollen, ist die Wahl zwischen den Inseln eine Frage des persönlichen Profils: Wer Abwechslung sucht, wählt Gran Canaria; wer Ruhe sucht, El Hierro. Der Teide auf Teneriffa bleibt der unangefochtene Höhepunkt für Bergliebhaber. Für den deutschen Urlauber, der zwischen Strand und Kultur schwankt, ist die klare Empfehlung: zwei Inseln kombinieren – zum Beispiel Gran Canaria und Fuerteventura – oder eine Woche pro Insel einplanen, sonst bleibt der Eindruck oberflächlich.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das beste Fortbewegungsmittel auf den Kanaren?

Ein Mietwagen bietet die größte Flexibilität, besonders auf den größeren Inseln. Auf den kleineren Inseln reichen Bus und Taxi oft aus. Fähren verbinden die Inseln miteinander.

Brauche ich ein Visum für die Kanarischen Inseln?

Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien und damit zum Schengen-Raum. Deutsche und die meisten EU-Bürger benötigen kein Visum – der Personalausweis reicht.

Sind die Kanarischen Inseln sicher für Alleinreisende?

Ja, die Kanaren gelten als sehr sicher. In Touristengebieten sollte man wie überall auf Wertsachen achten. Alleinreisende fühlen sich auf Gran Canaria und Teneriffa besonders wohl.

Welche Insel ist am besten für Familien geeignet?

Teneriffa bietet die meiste Infrastruktur: Themenparks, kinderfreundliche Strände und familiengeführte Hotels. Auch Gran Canaria ist sehr familienfreundlich.

Gibt es auf allen Inseln Strände?

Ja, aber die Art der Strände variiert. Teneriffa und Gran Canaria haben breite Sandstrände, während La Palma und El Hierro eher Kies- und Felsküsten haben.

Kann ich auf den Kanaren im Winter baden?

Ja, die Wassertemperatur liegt auch im Winter bei etwa 19–21 °C. Besonders die Südküsten von Teneriffa und Gran Canaria sind zum Baden geeignet.

Welche Insel ist die günstigste für einen Urlaub?

La Gomera und El Hierro sind in der Regel die günstigsten Inseln, wenn man Unterkunft und Verpflegung vergleicht. Fuerteventura bietet ebenfalls moderate Preise.