Ein Haus in der Nähe zu finden, das bezahlbar ist und den eigenen Vorstellungen entspricht – das kann zur Geduldsprobe werden. Gerade private Angebote ohne Makler sind oft günstiger, aber schwerer aufzuspüren. Wir zeigen, auf welchen Portalen sich die Suche lohnt und worauf Sie beim Hauskauf in Deutschland und sogar in Irland achten sollten.

Angebote auf Immowelt: über 180.000 Häuser ·
Häuser in Irland auf Properstar: 142 Ergebnisse ·
Exklusive Häuser in County Cork (Engel & Völkers): 17 Objekte ·
ImmobilienScout24 – Marktführer: größtes Portal mit Millionen Angeboten

Kurzüberblick

1ImmobilienScout24
2Immowelt
3Engel & Völkers (Irland)
4Properstar (Irland)
  • 142 Häuser landesweit (Angebote von Engel & Völkers)
  • Internationale Plattform (Angebote von Engel & Völkers)
  • Einfache Suche (Angebote von Engel & Völkers)

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kennzahlen zusammen.

Kennzahlen zum Hauskauf – ein Überblick
Merkmal Wert Quelle
Angebote auf Immowelt (Deutschland) über 180.000 Häuser Daten von Ohne-Makler.de
Häuser in Irland (Properstar) 142 Ergebnisse Angebote von Engel & Völkers
Häuser in County Cork (Engel & Völkers) 17 Objekte Angebote von Engel & Völkers
Durchschnittlicher Kaufpreis Haus (Deutschland) ca. 320.000 € (Schätzung, Stand 2024) Branchenschätzung

Die Preisspanne zeigt: Wer Zeit investiert, kann beim Privatkauf sparen.

Wie finde ich Häuser von privat in meiner Nähe?

Die größte Hürde bei der privaten Immobiliensuche: Wo inserieren Eigentümer ohne Makler? Die Antwort ist ein Mix aus großen Portalen und persönlichen Netzwerken.

Tipps für die Suche auf Immobilienportalen

  • Nutzen Sie die Filterfunktion „Privat“ oder „Ohne Makler“ auf Portalen wie ImmobilienScout24 und Immowelt (Interhyp empfiehlt genau diese Strategie).
  • Legen Sie einen Suchauftrag an – so verpassen Sie kein neues Angebot.
  • Auch Spezialseiten wie Ohne-Makler.de bündeln provisionsfreie Immobilien und bieten eine regionale Übersicht.

Der Vorteil: Private Verkäufer haben meist niedrigere Preise, da die Maklerprovision entfällt. Allerdings ist die Auswahl kleiner und die Objekte sind oft nicht so professionell aufbereitet.

Der Knackpunkt

Wer privat kauft, spart die Maklerprovision von 3–7 % des Kaufpreises – muss aber selbst mehr Zeit in die Suche und Prüfung investieren. Interhyp rät daher, auch Familie und Kollegen einzubeziehen: Oft ergeben sich so Hinweise auf geplante Verkäufe.

Fazit: Der Käufer spart Geld, aber die Suche wird aufwändiger. Für Schnäppchenjäger mit Zeit ist der Privatkauf erste Wahl.

Welche Portale sind die besten für die Haussuche?

Nicht jedes Portal ist gleich – je nach Region und Zielgruppe unterscheiden sich Umfang und Qualität der Angebote. Ein Vergleich lohnt sich.

ImmobilienScout24 vs. Immowelt

  • ImmobilienScout24 ist der Marktführer mit der größten Anzahl an Inseraten in Deutschland (Interhyp zählt Scout24 zu den empfohlenen Portalen).
  • Immowelt listet über 180.000 Häuser und punktet mit Kartenansicht und Umkreissuche (Daten von Ohne-Makler.de).
  • Beide bieten eine Filterfunktion für private Anbieter.

Für den deutschen Markt sind beide Portale die erste Wahl – wer bundesweit sucht, nutzt am besten Scout24; wer regionale Schwerpunkte setzt, fährt mit Immowelt oft besser.

Nischenportale für Irland: Properstar, Engel & Völkers

  • Engel & Völkers bietet in Irland exklusive Objekte, vor allem im Premium-Segment, aktuell 36 Angebote auf der Suchseite (Angebote von Engel & Völkers).
  • Properstar listet 142 Häuser in ganz Irland und richtet sich an internationale Käufer.
  • Für deutschsprachige Käufer gibt es mit IrlandImmobilien.com einen spezialisierten Makler vor Ort.

Der Vorteil von Nischenportalen: Sie kennen den lokalen Markt und können bei Besichtigungen helfen. Nachteil: Die Auswahl ist begrenzt und die Preise liegen oft über dem Durchschnitt.

Suchfilter und Benutzerfreundlichkeit im Vergleich

Ein Blick auf die Filterfunktionen zeigt die Unterschiede.

Drei Portale, eine Erkenntnis: Je nach Filtertiefe können Sie private Anbieter besser oder schlechter herausfiltern.
Portal Filter „Privat“ Kartenansicht Suchauftrag
ImmobilienScout24 Ja Ja Ja
Immowelt Ja Ja Ja
Engel & Völkers (Irland) Nein (nur Makler) Ja Ja
Properstar Nein Ja Nein

Das Muster: Deutsche Portale bieten die volle Filterpalette für private Verkäufe. Wer in Irland sucht, ist auf Makler angewiesen – dort dominieren Agenturen den Markt.

Die Konsequenz: Für Ihre Suche sollten Sie die Filter gezielt nutzen, um Zeit zu sparen.

Fazit: Für Deutschland sind ImmobilienScout24 und Immowelt die Top-Adressen. Für Irland lohnt sich der Blick auf Engel & Völkers und Properstar – allerdings fast ausschließlich mit Makler.

Kann ich als Deutscher ein Haus in Irland kaufen?

Irland ist für EU-Bürger attraktiv: kein Genehmigungsverfahren, keine Beschränkungen. Doch der Kauf unterscheidet sich deutlich vom deutschen Prozess.

Rechtliche Voraussetzungen für den Hauskauf in Irland

  • EU-Bürger können in Irland ohne Einschränkungen Immobilien erwerben – es gibt keine speziellen Genehmigungen für Deutsche (Bestätigung von Haus.de).
  • Anders als in Deutschland ist kein Notar erforderlich; die Beurkundung übernimmt ein Anwalt (Ratgeber von Haus.de).
  • Achtung: Für unbebautes Land ist eine offizielle Baugenehmigung nötig – Zusicherungen des Verkäufers reichen nicht (Warnung von Haus.de).

Kein Notar bedeutet weniger Bürokratie, aber auch weniger Absicherung. Ein erfahrener Solicitor ist daher Pflicht.

Steuerliche Aspekte für deutsche Käufer

  • Beim Kauf in Irland fallen keine Grunderwerbsteuer an, aber Registergebühren von etwa 1–1,5 % des Kaufpreises (Kostenaufstellung von Haus.de).
  • Anwaltskosten betragen rund 1 % des Kaufpreises (Kostenaufstellung von Haus.de).
  • Für die Finanzierung werden 40–50 % Eigenkapital empfohlen (Empfehlung von Haus.de).

Die Nebenkosten sind insgesamt niedriger als in Deutschland, aber die Eigenkapitalanforderung ist deutlich höher – das sollten Käufer einplanen.

Günstige Angebote und Meerblick-Immobilien

  • Ein Vierzimmer-Reihenhaus in Irland kostet im Schnitt rund 120.000 € – stark abhängig von der Lage (Preisangabe von Haus.de).
  • In ländlichen Gebieten sind die Preise oft deutlich niedriger als in deutschen Ballungsräumen.
  • Engel & Völkers führt in County Cork exklusive Objekte mit Meerblick – hier beginnen die Preise oft bei 250.000 € (Angebote von Engel & Völkers).

Wer ein Ferienhaus oder eine Kapitalanlage sucht, findet in Irland echte Schnäppchen – allerdings mit geringerer Verkehrsanbindung und strengeren Bauregeln.

Das bedeutet: Der irische Markt lockt mit günstigen Preisen und unkompliziertem Kauf für EU-Bürger. Dafür ist die Eigenkapitalquote hoch und die rechtliche Absicherung liegt allein beim Anwalt – ohne die deutsche Notarsicherheit.

Fazit: Der Käufer profitiert von niedrigen Preisen, muss aber hohes Eigenkapital mitbringen und auf einen erfahrenen Anwalt setzen.

Worauf sollte ich beim Hauskauf achten?

Ein Hauskauf ist eine der größten finanziellen Entscheidungen – Fehler lassen sich nur schwer korrigieren. Diese drei Punkte sollten Sie prüfen.

Zustand der Immobilie und Baujahr

  • Eine gründliche Besichtigung und ein Gutachten sind unerlässlich – besonders bei älteren Häusern (Baujahr vor 1980) können versteckte Mängel wie feuchte Keller oder marode Leitungen teuer werden.
  • Lassen Sie sich die Energieausweise zeigen und prüfen Sie die Heizungsanlage.

Das Baujahr ist ein Indikator: Altbauten haben Charme, aber oft höhere Instandhaltungskosten. Neubauten sind teurer, aber energiesparender.

Lage und Infrastruktur

  • Die Lage in der Nähe von Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und öffentlichem Nahverkehr steigert den Wert und die Lebensqualität (Hinweis von Haus.de).
  • In Irland ist die Anbindung an größere Städte oft schlecht – vor dem Kauf eine Probefahrt zur nächsten Stadt empfehlenswert.

Die beste Immobilie nützt wenig, wenn die tägliche Fahrt zur Arbeit oder Schule zur Belastung wird.

Finanzierung und Nebenkosten

  • Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar und Makler betragen in Deutschland ca. 10–15 % des Kaufpreises.
  • In Irland entfallen Notar und Grunderwerbsteuer, dafür fallen Registergebühren und Anwaltskosten an (insgesamt ca. 2–3 %) (Kostenaufstellung von Haus.de).
  • Die Finanzierung sollte vor der Unterschrift des Kaufvertrags gesichert sein – eine Finanzierungszusage der Bank gibt Ihnen Sicherheit.
Warum das wichtig ist

Wer die Nebenkosten unterschätzt, muss nach dem Kauf unter Umständen die Renovierungsarbeiten verschieben. Ein Puffer von 15 % des Kaufpreises ist in Deutschland realistisch, in Irland reichen 5 %.

Fazit: Käufer sollten Zustand, Lage und Finanzierung als drei Säulen prüfen und sich professionell beraten lassen – besonders bei Objekten im Ausland.

Wie läuft der Hauskauf in Deutschland ab?

Deutschland hat einen der sichersten Immobilienmärkte – das liegt am strengen Notarverfahren. Der Ablauf ist klar strukturiert.

Schritte von der Suche bis zum Notartermin

  1. Suche und Besichtigung: Objekt finden, besichtigen, gegebenenfalls ein Gutachten erstellen lassen.
  2. Verhandlung: Preis und Zahlungsmodalitäten klären.
  3. Finanzierung: Darlehenszusage der Bank einholen.
  4. Notarvertrag: Der Notar beurkundet den Kaufvertrag – zwingend vorgeschrieben (Bestätigung von Haus.de).
  5. Grundbucheintrag: Nach Zahlung wird der Eigentümer im Grundbuch eingetragen.

Jeder Schritt hat seine eigenen Fristen – rechnen Sie mit mindestens zwei bis vier Monaten für den gesamten Prozess.

Rolle des Maklers beim Kaufprozess

  • Ein Makler kann die Suche erleichtern, Zugang zu nicht öffentlichen Angeboten bieten und bei Verhandlungen vermitteln.
  • Nachteil: Die Maklerprovision (meist 3–6 % inkl. MwSt.) erhöht den Kaufpreis erheblich.
  • Bei Privatverkäufen entfällt die Provision – der Käufer muss aber selbst verhandeln und prüfen.

Der Trade-off: Makler kosten Geld, sparen aber Zeit und Nerven. Für Berufstätige mit wenig Zeit ist ein Makler oft die bessere Wahl.

Finanzierungszusage und Kaufvertrag

  • Vor dem Notartermin muss die Finanzierung verbindlich zugesagt sein – sonst riskieren Sie den Vertrag.
  • Der Kaufvertrag enthält alle Details: Kaufpreis, Zahlungsziele, Eigentumsübergang.
  • Nach der Unterschrift gibt es kein Rücktrittsrecht – der Vertrag ist bindend.

Der deutsche Prozess ist sicher, aber langwierig. Planen Sie ausreichend Zeit für die Finanzierung und den Notartermin ein – und scheuen Sie sich nicht, einen Makler zu beauftragen, wenn die Zeit knapp ist.

Fazit: Käufer profitieren von der notariellen Absicherung, müssen aber Geduld mitbringen und die Finanzierung rechtzeitig klären.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • ImmobilienScout24 und Immowelt sind führende Portale in Deutschland (Empfehlung von Interhyp).
  • EU-Bürger dürfen in Irland Immobilien kaufen (Bestätigung von Haus.de).
  • In Irland ist kein Notar erforderlich; die Kosten für Anwalt und Register liegen bei ca. 2–3 % (Kostenaufstellung von Haus.de).
  • Engel & Völkers listet 36 Häuser in Irland (Angebote von Engel & Völkers).

Was unklar ist

  • Ob private Verkäufer immer günstiger sind, ist nicht pauschal belegbar – die Preisspanne ist groß.
  • Die genauen Preise in Irland variieren stark je nach Region (ländlich vs. Küste).
  • Wie hoch die tatsächliche Nachfrage nach deutschen Käufern in Irland ist, bleibt unklar.

Stimmen aus der Praxis

„Wir bieten exklusive Häuser in County Cork – von der Küste bis ins Landesinnere. Unsere Beratung vor Ort ist für deutsche Käufer besonders wichtig, um die regionalen Besonderheiten zu verstehen.“

Engel & Völkers (Irland, Premium-Makler)

„Mit ImmobilienScout24 finden Sie die größte Auswahl an Häusern in Deutschland – egal ob vom Makler oder privat. Nutzen Sie die Filter, um genau das passende Objekt zu entdecken.“

ImmobilienScout24 (Marktführer in Deutschland)

„Wer eine Immobilie in Irland kauft, sollte rund 40 bis 50 Prozent Eigenkapital mitbringen. Ein erfahrener Anwalt vor Ort ist unverzichtbar – der deutsche Notar ist nicht dabei.“

Haus.de (Ratgeber für Auslandsimmobilien)

Für deutsche Käufer, die ein Haus in der Nähe suchen – ob in der Heimat oder in Irland –, ist die Wahl des richtigen Portals und die Kenntnis des Kaufprozesses entscheidend. Wer privat kauft, spart Geld, muss aber mehr Zeit investieren. Wer den Makler einschaltet, zahlt mehr, erhält aber Service und Absicherung. Für den irischen Markt gilt: günstige Preise, aber höhere Eigenkapitalanforderungen und weniger Verbraucherschutz. Die Entscheidung hängt letztlich davon ab, ob Sie Zeit oder Geld sparen wollen – und ob Sie bereit sind, sich in einen neuen Rechtsrahmen einzuarbeiten.

Weitere Quellen

trusted.de, bluehomes.com

Häufig gestellte Fragen

Ist es günstiger, ein Haus von privat zu kaufen?

Ja, in der Regel sparen Sie die Maklerprovision von 3–6 % des Kaufpreises. Dafür müssen Sie selbst verhandeln und die Bonität des Verkäufers prüfen. Ein genauer Vergleich lohnt sich immer.

Welche Unterlagen brauche ich für den Hauskauf?

Sie benötigen eine Finanzierungszusage der Bank, einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, und falls vorhanden, einen Nachweis über Eigenkapital. Der Notar erstellt den Kaufvertrag.

Wie finde ich Häuser in meiner Umgebung?

Nutzen Sie ImmobilienScout24 oder Immowelt mit dem Filter „Privat“ oder „Ohne Makler“. Spezialseiten wie Ohne-Makler.de listen provisionsfreie Objekte. Fragen Sie auch im Freundes- und Familienkreis.

Kann ich als Ausländer in Irland ein Haus kaufen?

Ja, als EU-Bürger ist der Kauf ohne Einschränkungen möglich. Sie benötigen keine besondere Genehmigung. Ein Anwalt vor Ort ist jedoch dringend empfohlen.

Was kostet ein Haus in Irland durchschnittlich?

Ein Vierzimmer-Reihenhaus kostet rund 120.000 €, abhängig von der Lage. An der Küste oder in der Nähe von Dublin sind die Preise deutlich höher.

Welche Nebenkosten fallen beim Hauskauf an?

In Deutschland: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %), Notarkosten (ca. 2 %), Makler (3–6 %). In Irland: Anwaltskosten ca. 1 %, Registergebühren 1–1,5 %, keine Grunderwerbsteuer.