Zum Hauptinhalt springen
Freitag, 23 Oktober 2026 · MorgenausgabeBerlin ⛅ 7°CEUR/USD 1.1205 · EUR/GBP 0.8377Über unsRedaktionQuellenKontaktNewsletter

Omar Sharif: Nationalität, Filme, Ehe, Tod – Biografie

Wenn in den 1960er-Jahren ein Schauspieler aus Ägypten zum Weltstar wurde, war das eine Sensation. Omar Sharif schaffte es 1962 mit „Lawrence von Arabien“, wie Der Spiegel in seinem Nachruf festhielt; die Oscar-Nominierung dafür machte ihn endgültig zu einer internationalen Größe. Geboren in Alexandria, gestorben in Kairo – seine Biografie ist eine Brückengeschichte zwischen Kulturen, die bis heute fasziniert.

Nationalität: Ägypter ·
Geboren: 10. April 1932 in Alexandria ·
Gestorben: 10. Juli 2015 in Kairo ·
Bekanntester Film: Lawrence von Arabien ·
Größe: 1,85 m ·
Verheiratet: mit Faten Hamama (1955–1974)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Omar Sharif wurde am 10. April 1932 in Alexandria geboren (Der Spiegel).
  • Er starb am 10. Juli 2015 in Kairo (Der Spiegel). (Der Spiegel)
  • Für „Lawrence von Arabien“ erhielt er eine Oscar-Nominierung (Encyclopaedia Britannica). (Der Spiegel)
2Was unklar ist
  • Die genaue Schreibweise seines Geburtsnamens ist nicht abschließend geklärt.
  • Sein Vermögen wurde nie offiziell beziffert.
  • Ob Sharif Deutsch sprach, ist nicht belastbar dokumentiert.
3Zeitleisten-Signal
  • 1955: Heirat mit Faten Hamama.
  • 1962: Durchbruch mit „Lawrence von Arabien“.
  • 1974: Scheidung von Faten Hamama.
4Wie es weitergeht
  • Die ägyptische Tageszeitung Ahram Online würdigte Sharif als „letzten Helden des goldenen Zeitalters“ des ägyptischen Kinos (Ahram Online).
  • Sein Sohn Tarek Sharif trat ebenfalls ins Schauspielfach ein (Ahram Online / Associated Press).
  • Seine großen Klassiker aus den 1960er-Jahren prägen bis heute das öffentliche Bild des Schauspielers. (Ahram Online)

Die wichtigsten Lebensdaten von Omar Sharif – acht Fakten, die sich aus den im Text zitierten Quellen belegen lassen:

Merkmal Wert
Geburtsdatum 10. April 1932
Sterbedatum 10. Juli 2015
Nationalität Ägyptisch
Beruf Schauspieler
Bekanntester Film Lawrence von Arabien
Größe 1,85 m
Ehepartner Faten Hamama (1955–1974)
Kinder 1 Sohn (Tarek Sharif)

Welche Nationalität hat Omar Sharif?

Omar Sharif war Ägypter. Die kurze Antwort ist damit komplett – die längere führt nach Alexandria und in eine Familie, deren Wurzeln über Ägypten hinausreichen. Nach Angaben der Alemannischen Wikipedia stammte er aus einer syrisch-libanesischen Familie.

  • Staatsangehörigkeit: Ägypten
  • Geburtsort: Alexandria, Ägypten
  • Familienherkunft: syrisch-libanesisch
  • Muttersprache: Arabisch
  • Weitere Sprachen: Englisch, Französisch, Italienisch

Sein Geburtsname wird in den Quellen unterschiedlich überliefert: Das Sonntagsblatt nennt Michel beziehungsweise Maechel Shaloub beziehungsweise Chalhoub. Der Name verweist auf die Herkunft seiner Familie aus dem östlichen Mittelmeerraum – eine Herkunft, die seine Biografie bis heute prägt.

Warum das zählt

Vom Debüt im ägyptischen Kino 1954 bis zum internationalen Durchbruch 1962 vergingen acht Jahre. Sharif war kein Importprodukt Hollywoods, sondern ein Star, der in Ägypten ausgebildet wurde – genau diese Herkunft machte ihn international unverwechselbar.

Was das bedeutet: Sharifs Nationalität war keine Randnotiz, sondern der Kern seiner Identität. Er sprach Arabisch, Englisch, Französisch und Italienisch – und verkörperte damit eine Selbstverständlichkeit zwischen den Kulturen, die in den 1960er-Jahren außergewöhnlich war.

Wie heißt der berühmte Film mit Omar Sharif?

Die kurze Antwort lautet: „Lawrence von Arabien“. Der Historienfilm von 1962 machte Sharif international bekannt – und brachte ihm eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller ein. Den Golden Globe für dieselbe Rolle gewann er, wie die ägyptische Tageszeitung Ahram Online in ihrem Rückblick festhielt.

Lawrence von Arabien (1962)

Rolle: Sherif Ali ·
Oscar: Nominierung als bester Nebendarsteller ·
Golden Globe: gewonnen

Sharif spielte den arabischen Stammesführer Sherif Ali – eine Rolle, die ihm sowohl die Oscar-Nominierung als auch den Golden Globe einbrachte und ihn zu einem der wenigen arabischen Schauspieler machte, die in Hollywood international reüssierten.

Doktor Schiwago (1965)

Premiere: 1965 ·
Rolle: Juri Schiwago (Titelrolle) ·
Status: Klassiker des Weltkinos

Nur drei Jahre später übernahm Sharif die Titelrolle in „Doktor Schiwago“ und festigte damit seinen Ruf als Darsteller großer, melancholischer Helden. Zusammen mit „Funny Girl“ zählt der Film zu den bekanntesten Werken seiner internationalen Phase – und bis heute prägen diese Filme das Bild, das sich das Publikum von Sharif macht.

Der Kern: In nur drei Jahren spielte Sharif mit dem arabischen Stammesführer und dem russischen Arzt zwei Figuren, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Genau diese Wandlungsfähigkeit machte ihn für das internationale Kino so wertvoll.

Wie oft war Omar Sharif verheiratet?

Genau einmal: mit der ägyptischen Schauspielerin Faten Hamama. Die Ehe lief von 1955 bis 1974.

  • Ehepartnerin: Faten Hamama (1955–1974)
  • Kennenlernen: am Set seines Leinwanddebüts 1954
  • Konversion: Sharif trat zum Islam über, um Hamama heiraten zu können
  • Scheidung: 1974

Sein Leinwanddebüt gab Sharif 1954 mit „Siraa fil-wadi“ (in englischen Quellen „The Blazing Sun“); ein Jahr darauf heiratete er Faten Hamama, wie die Encyclopaedia Britannica dokumentiert. Das Sonntagsblatt berichtet, Sharif habe 1955 zum Islam konvertiert, um die Ehe mit Hamama zu ermöglichen.

Der Haken

Der internationale Durchbruch 1962 fiel in die Zeit, in der die Ehe zu zerbrechen begann. Der Ruhm, der Sharif weltweit bekannt machte, kam für die Familie zu einem denkbar ungünstigen Moment – die Trennung folgte wenige Jahre später.

Die Trennung vollzog sich in den 1960er-Jahren, die Scheidung folgte 1974. Was das bedeutet: Sharifs Privatleben war eng mit seiner Karriere verwoben – dieselbe Frau, die ihm den Weg ins ägyptische Kino ebnete, verlor er in dem Moment, als Hollywood ihn für sich entdeckte.

Hat Omar Sharif Kinder?

Ja – einen Sohn. Tarek Sharif kam während der Ehe mit Faten Hamama zur Welt und trat später selbst ins Schauspielfach ein.

  • Sohn: Tarek Sharif
  • Mutter: Faten Hamama
  • Beruf: Schauspieler

Die Nachrichtenagentur Associated Press meldete über die ägyptische Zeitung Ahram Online, dass das Paar einen Sohn namens Tarek hatte. Weitere Kinder sind aus dieser Ehe nicht bekannt.

Der Punkt: Sharif führte sein Familienleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Dass sein einziger Sohn denselben Beruf wählte, verbindet die private mit der öffentlichen Biografie – und hält den Namen Sharif im Kino präsent.

Wo starb Omar Sharif?

Omar Sharif starb am 10. Juli 2015 in Kairo. Seine Agentur bestätigte, dass er einem Herzinfarkt erlag; beigesetzt wurde er auf dem Al-Siddiq-Friedhof in Kairo, wie die Agenturmeldung über The Spot Mediafilm verbreitet wurde.

  • Sterbedatum: 10. Juli 2015
  • Sterbeort: Kairo, Ägypten
  • Todesursache: Herzinfarkt
  • Begräbnisstätte: Al-Siddiq-Friedhof, Kairo

Wo ist Omar Sharif beerdigt?

Friedhof: Al-Siddiq-Friedhof ·
Ort: Kairo ·
Besonderheit: Grabstätte in Sharifs Heimatstadt

Seine letzte Ruhestätte fand Sharif in Kairo – der Stadt, in der er aufgewachsen war. Sein Tod schloss damit einen Kreis, der 1932 in Alexandria begonnen hatte.

Die Konsequenz: Sharif starb in der Stadt, die sein Leben geprägt hatte. Dass er in Kairo beerdigt wurde, war die letzte sichtbare Verbindung zu jener Heimat, der er trotz jahrzehntelanger Arbeit in Hollywood und Europa verbunden blieb.

Welche Filme hat Omar Sharif gedreht?

Sharifs Filmografie umfasst mehr als 60 Spielfilme – von ägyptischen Produktionen der 1950er-Jahre bis zu internationalen Großproduktionen, wie die Encyclopaedia Britannica dokumentiert. Sein Debüt gab er 1954 mit „Siraa fil-wadi“ (englisch: „The Blazing Sun“).

  • Gesamtzahl Filme: über 60
  • Debüt: 1954 – Siraa fil-wadi (The Blazing Sun)
  • Internationaler Durchbruch: 1962 – Lawrence von Arabien
  • Weitere Klassiker: Doktor Schiwago, Funny Girl

Omar Sharif Filme auf Deutsch

Lawrence von Arabien: deutscher Verleihtitel ·
Doktor Schiwago: deutsche Synchronfassung ·
Funny Girl: Originaltitel im deutschen Verleih

Für deutschsprachige Zuschauer sind vor allem die Klassiker zugänglich: „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“ sind bis heute unter diesen Titeln bekannt, „Funny Girl“ behielt im deutschen Verleih den Originaltitel. Ob Sharif selbst Deutsch sprach, ist nicht belastbar dokumentiert – seine Wirkung im deutschsprachigen Raum entstand vor allem über die synchronisierten Fassungen seiner großen Filme.

Das Muster: Sharifs Nachruhm beruht auf wenigen, aber prägenden Großproduktionen. Mehr als 60 Filme klingen nach einer langen Karriere – doch entscheidend für die Erinnerung an ihn blieben die drei Klassiker der 1960er-Jahre.

Omar Sharif in Zahlen

Zwölf Eckdaten, die das Bild des Schauspielers abrunden – vom Geburtsnamen bis zur Todesursache:

Merkmal Wert
Geburtsname Michel bzw. Maechel Chalhoub/Shaloub
Geboren 10. April 1932 in Alexandria
Gestorben 10. Juli 2015 in Kairo
Todesursache Herzinfarkt
Nationalität Ägyptisch
Beruf Schauspieler
Leinwanddebüt 1954 – Siraa fil-wadi (The Blazing Sun)
Durchbruch 1962 – Lawrence von Arabien
Auszeichnung Oscar-Nominierung, Golden Globe (Lawrence von Arabien)
Ehe Faten Hamama (1955–1974)
Kinder 1 Sohn (Tarek Sharif)
Größe 1,85 m

Die Angaben zur Größe stützen sich auf die Alemannische Wikipedia; die übrigen Werte entsprechen den im Text zitierten Quellen.

Der Befund: Sharifs Leben lässt sich in zwei Hälften teilen – ein Jahrzehnt Aufbau in Ägypten, ein Jahrzehnt Weltruhm und danach Jahrzehnte, in denen er von diesem Ruhm zehrte. Wer Sharif verstehen will, sollte beide Hälften sehen.

Omar Sharifs Leben im Überblick

Vom Arztsohn in Alexandria zum Weltstar – die wichtigsten Stationen in chronologischer Reihenfolge:

  • 10. April 1932: Geburt in Alexandria, Ägypten
  • 1954: Leinwanddebüt in „Siraa fil-wadi“ an der Seite von Faten Hamama
  • 1955: Heirat mit Faten Hamama; Konversion zum Islam
  • 1962: Durchbruch mit „Lawrence von Arabien“; Oscar-Nominierung
  • 1965: Hauptrolle in „Doktor Schiwago“
  • 1974: Scheidung von Faten Hamama
  • 10. Juli 2015: Tod in Kairo infolge eines Herzinfarkts

Die Daten folgen den Berichten von Der Spiegel, Encyclopaedia Britannica, Sonntagsblatt und Ahram Online.

Was diese Abfolge zeigt: Sharifs Karriere hatte einen steilen Aufstieg, eine kurze Phase des Weltruhms – und danach Jahrzehnte, in denen er von diesem Ruhm zehrte. Die Jahre zwischen 1954 und 1965 waren sein kreatives Zentrum.

Was gesichert ist – und was nicht

Bei den Grunddaten ist die Quellenlage gut; bei Details wie Geburtsname, Vermögen oder Sprachkenntnissen bleiben Lücken. Hier die Einordnung:

Bestätigte Fakten

  • Nationalität: Ägypter (Der Spiegel)
  • Geburtsdatum: 10. April 1932 (Der Spiegel)
  • Sterbedatum: 10. Juli 2015 (Der Spiegel)
  • Eine Ehe mit Faten Hamama (Encyclopaedia Britannica)
  • Ein Sohn: Tarek Sharif (Ahram Online / Associated Press)

Was unklar ist

  • Die genaue Schreibweise seines Geburtsnamens ist nicht abschließend geklärt.
  • Sein Vermögen ist nicht öffentlich beziffert.
  • Ob Sharif Deutsch sprach, ist nicht belegt.
  • Ob Sharif Raucher war, ist in den hier ausgewerteten Quellen nicht dokumentiert.
  • Die Details seiner Familienherkunft sind nur dünn belegt (laut Alemannischer Wikipedia syrisch-libanesisch).

Was daraus folgt: Wer über Sharif schreibt, kann sich bei den Lebensdaten auf verlässliche Quellen stützen. Bei biografischen Details jenseits der Kerndaten ist Vorsicht geboten – und genau diese Unterscheidung macht einen seriösen Umgang mit seiner Geschichte aus.

Stimmen zu Omar Sharif

Zwei Feststellungen aus unterschiedlichen Quellen zeigen, wie Sharif öffentlich wahrgenommen wurde:

„Er erlag einem Herzinfarkt.“

Agentur von Omar Sharif, zitiert nach The Spot Mediafilm

Die Agenturmeldung vom 10. Juli 2015 war knapp und sachlich. Dass die Familie kaum Details preisgab, passte zu einem Schauspieler, der sein Privatleben zeitlebens aus der Öffentlichkeit heraushielt.

„Faten Hamama wurde als ‚Lady of the Arabic Screen‘ bezeichnet.“

Encyclopaedia Britannica

Das Entscheidende: Sharif war nicht nur selbst ein Star, sondern mit einer der größten Schauspielerinnen des arabischen Kinos verheiratet. Diese Verbindung prägte seine frühen Jahre – und sie macht die Faszination seiner Biografie bis heute aus.

Was bleibt von Omar Sharif?

Sharif starb 2015, aber seine Filme sind keine Museumsstücke. Sie zeigen einen Ägypter, der Hollywood eroberte, ohne seine Herkunft zu verleugnen – und der damit eine Brücke zwischen Kulturen schlug, die bis heute trägt. Für deutschsprachige Filmfans ist die Konsequenz klar: Wer Sharifs große Rollen noch nicht gesehen hat, sollte bei „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“ beginnen – oder er verpasst eine der prägendsten Schauspielerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Häufig gestellte Fragen

Wie starb Omar Sharif?

Omar Sharif starb am 10. Juli 2015 in Kairo an den Folgen eines Herzinfarkts. Seine Agentur bestätigte die Todesursache; die Meldung wurde über The Spot Mediafilm verbreitet.

Welche Auszeichnungen gewann Omar Sharif?

Für seine Rolle in „Lawrence von Arabien“ erhielt Sharif eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller und gewann einen Golden Globe.

Sprach Omar Sharif Deutsch?

In den vorliegenden Quellen gibt es keinen belastbaren Beleg dafür, dass Sharif Deutsch sprach. Seine Filme erreichten das deutschsprachige Publikum in deutschen Synchronfassungen.

War Omar Sharif Raucher?

In den hier ausgewerteten Quellen ist Sharifs Rauchverhalten nicht dokumentiert. Gesicherte Angaben dazu liegen nicht vor.

Wie viele Sprachen sprach Omar Sharif?

Neben seiner Muttersprache Arabisch sprach Sharif Englisch, Französisch und Italienisch – also vier Sprachen.

Welche Rolle spielte Omar Sharif in Lawrence von Arabien?

Sharif spielte den arabischen Stammesführer Sherif Ali. Für diese Nebenrolle wurde er als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert.

Die FAQ zeigen: Wer Omar Sharifs Leben recherchiert, findet bei den Kerndaten verlässliche Quellen, muss bei biografischen Details aber mit Lücken rechnen.

Verwandte Beiträge

Wer sich für Schauspieler-Biografien interessiert, findet in beiden Artikeln weitere Beispiele für lang angelegte Hollywood-Karrieren.



Alexander Winkler
Alexander WinklerRedaktionsmitarbeiter

Alexander Winkler ist Senior Reporter bei Sachstruktur.