
Ein achteckiges Gehäuse mit sichtbaren Schrauben, ein integriertes Armband und ein Preis, der damals fast alle anderen Stahluhren in den Schatten stellte: Die Audemars Piguet Royal Oak ist nicht einfach nur eine Uhr – sie hat vor über 50 Jahren eine ganz eigene Kategorie geschaffen. Was macht diese Luxus-Sportuhr heute aus, warum kostet sie so viel und wie schlägt sie sich im Vergleich mit Rolex und Patek Philippe?
Einstiegspreis (Stahl): ca. 20.000 € · Durchschnittspreis (gebraucht): ca. 40.000 € · Designer: Gérald Genta · Einführungsjahr: 1972 · Top-Modell (Gold): über 100.000 €
Kurzüberblick
- Eingeführt 1972 als erste Luxus-Sportuhr aus Stahl (Audemars Piguet)
- Entworfen von Gérald Genta (Audemars Piguet)
- Ursprünglicher Preis: 3.000 CHF (Handelsblatt)
- Exakte jährliche Stückzahlen sind nicht öffentlich
- Zukünftige Wertentwicklung stark von Markttrends abhängig
- Wiederbeschaffungspreise auf dem Graumarkt schwanken stark
- 1972: Einführung der Royal Oak (Audemars Piguet)
- 1993: Lancierung der Royal Oak Offshore (Audemars Piguet)
- 2022: Höhepunkt der Nachfrage – Preise auf Sekundärmarkt bis 130.000 € (Handelsblatt)
- 2024: Preise korrigiert – Royal Oak Jumbo bei ca. 75.000 € (Uhrenkosmos)
- Markt normalisiert sich nach Pandemie-Hype
- Klassische Modelle nahe am Originaldesign bleiben begehrt
- Nachfrage nach limitierten Sondereditionen bleibt hoch
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Einführungsjahr | 1972 |
| Designer | Gérald Genta |
| Ursprünglicher Preis | 3.000 CHF (1972) |
| Aktueller Einstiegspreis (Stahl) | ca. 20.000 € |
| Gehäuseform | Achteckig mit sichtbaren Schrauben |
| Uhrwerk | Manufakturkaliber (z. B. 2121, 4302) |
Wie viel kostet eine Audemars Piguet Royal Oak?
Der offizielle Einstiegspreis für die aktuelle Royal Oak in Edelstahl liegt laut Hersteller bei rund 20.000 €. Das ist kein Pauschalbetrag: Die Modellfamilie reicht von der schlichten Dreizeiger-Uhr bis zur hochkomplexen Chronographen-Version.
Der größte Preissprung betrifft nicht die Komplikation, sondern den Zustand und die Seltenheit. Eine Royal Oak in Bicolor aus den 80ern ist auf Chrono24 bereits ab 3.600 € zu haben – während limitierte Sondereditionen jenseits der 100.000 € liegen. Die Spanne ist gewaltig, selbst innerhalb derselben Referenz.
Wer ein Modell in Gold sucht, muss mindestens 50.000 € einplanen, und die Royal Oak Offshore mit größerem Gehäuse startet bei etwa 25.000 €. Auf dem freien Markt sehen die Zahlen oft anders aus – eine ungetragene Royal Oak Jumbo Extra Thin (Referenz 15202ST) wird laut Händler Horando (Fachhändler für Luxusuhren) aktuell für knapp 90.000 € angeboten, obwohl der Listenpreis bei rund 30.000 € liegt.
Was ist der Einzelhandelspreis der Royal Oak?
Die offizielle Preisliste von Audemars Piguet ist auf der Unternehmenswebsite einsehbar. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Einstiegsmodell Royal Oak Selfwinding in Stahl (Referenz 15500ST) beträgt etwa 20.000 €. Für Modelle aus Roségold oder Platin steigen die Preise drastisch an – die Royal Oak Extra-Thin in 18 Karat Roségold kostet neu rund 53.000 €. Fünf Modelle erklären die Bandbreite:
- Royal Oak Selfwinding (Stahl, 41 mm): ca. 20.000 €
- Royal Oak Selfwinding (Stahl/Gold, 41 mm): ca. 27.000 €
- Royal Oak Selfwinding Chronograph (Stahl, 41 mm): ca. 28.000 €
- Royal Oak Extra-Thin (Roségold, 39 mm): ca. 53.000 €
- Royal Oak Offshore Selfwinding (Stahl, 42 mm): ca. 25.000 €
Wie viel kostet die günstigste Audemars Piguet Uhr?
Die günstigste Möglichkeit, eine Audemars Piguet zu besitzen, ist der Kauf einer älteren Royal Oak aus den 1980er-Jahren auf dem Gebrauchtmarkt. Modelle mit Bicolor-Gehäuse (Stahl und Gold) starten auf Plattformen wie Chrono24 (größter Online-Marktplatz für Luxusuhren) bei etwa 3.600 €. Dabei handelt es sich oft um kleinere Gehäuse (36 mm) und einfache Uhrwerke ohne Datum. Die günstigste neue Audemars Piguet ist die Royal Oak Selfwinding in Stahl – das Basismodell der Kollektion.
Wie teuer ist die Royal Oak in Gold?
Goldmodelle der Royal Oak beginnen bei etwa 50.000 € für eine einfache Dreizeiger-Uhr in 18 Karat Gelbgold oder Roségold. Je nach Komplikation – etwa ein Chronograph oder eine ewiger Kalender – können die Preise auf 100.000 € und mehr steigen. Die wertvollsten aktuellen Goldmodelle, wie die Royal Oak Offshore in Vollgold mit Chronographenfunktion, kosten nach Herstellerangabe über 150.000 €.
Das Muster: Der Preis einer Royal Oak in Gold besteht aus zwei Komponenten: dem Materialwert (Goldanteil) plus dem Handwerksaufwand für die Veredelung. Anders als bei Stahlmodellen sinkt der relative Preisaufschlag für Gold bei höheren Komplikationen, weil das Uhrwerk den Löwenanteil ausmacht.
Warum ist die Audemars Piguet Royal Oak so teuer?
Die Royal Oak ist nicht nur eine Uhr – sie ist ein Design-Klassiker mit einer Alleinstellung, die seit 1972 Bestand hat. Der hohe Preis speist sich aus vier klaren Faktoren: Material, Handarbeit, Exklusivität und kulturellem Status. Audemars Piguet selbst beschreibt die Kollektion als „Symbol für Kühnheit und Innovation“ in der Haute Horlogerie (offizielle Markenwebsite).
Der Haupttreiber ist die Handarbeit: Jede einzelne Lünette wird von Hand satiniert und poliert – ein Prozess, der Stunden dauert. Die sichtbaren Schrauben im Achteck sind nicht dekorativ, sondern funktional: Sie halten die Lünette unter Druck, eine aufwendige Konstruktion, die bei anderen Herstellern fehlt.
Welche Materialien machen die Royal Oak teuer?
Audemars Piguet verwendet ausschließlich hochwertige Edelstähle (meist 904L, korrosionsbeständiger als Standard-316L), 18 Karat Gold (Gelb-, Rot- oder Weißgold) sowie Platin für die teuersten Modelle. Die Veredelung besteht aus einer Kombination von polierten und satinierten Oberflächen, die exakt aufeinander abgestimmt sind. Bei der Royal Oak Jumbo Extra Thin in Stahl beträgt der reine Materialwert nur einen Bruchteil des Verkaufspreises – der Löwenanteil liegt in der Verarbeitung.
Wie aufwendig ist die Fertigung?
Jede Royal Oak durchläuft mehrere Dutzend Arbeitsschritte von Hand. Das Gehäuse wird aus einem massiven Edelstahlblock gefräst, dann von Hand satiniert und poliert. Die acht Schrauben in der Lünette werden einzeln eingepasst. Das Uhrwerk – bei aktuellen Modellen das Manufakturkaliber 4302 – wird ebenfalls intern gefertigt, dekoriert und reguliert. Audemars Piguet produziert nach Branchenschätzungen nur etwa 40.000 bis 50.000 Uhren pro Jahr, während Rolex auf über eine Million kommt. Diese Knappheit treibt die Preise auf dem Sekundärmarkt.
Welche Rolle spielt der Designer Gérald Genta?
Gérald Genta, der legendäre Uhrendesigner, zeichnete 1972 die Royal Oak in einer einzigen Nacht. Seine Handschrift – das achteckige Gehäuse, die sichtbaren Schrauben, das integrierte Armband – machte die Uhr zur ersten Luxus-Sportuhr aus Stahl und prägte eine ganze Kategorie. Der Satz „Ich wollte eine Sportuhr schaffen, die wie eine Taucheruhr aussieht, aber elegant ist“ wird ihm zugeschrieben. Der Design-Code von Genta ist so ikonisch, dass er bis heute unverändert blieb – und das macht einen Teil des Preises aus.
Der Paradox: Die Royal Oak war bei ihrer Einführung 1972 in der Uhrenbranche umstritten – zu teuer, zu unkonventionell. Heute ist genau diese Design-Revolution ihr wertvollstes Gut. Der kulturelle Status, nicht der Materialwert, treibt den Preis.
Audemars Piguet vs. Rolex: Welche ist besser?
Der Vergleich zwischen Audemars Piguet und Rolex ist einer der häufigsten in der Uhrenwelt – und einer der missverständlichsten. Denn die Marken zielen auf völlig unterschiedliche Käufergruppen und Preisklassen. Wer eine Royal Oak trägt, zeigt nicht einfach nur eine teure Uhr; er zeigt Zugehörigkeit zu einer exklusiven Riege, die Rolex-Träger in der Regel nicht erreicht. Die Preise liegen laut Handelsblatt (führende deutsche Wirtschaftszeitung) weit auseinander: Während eine Rolex Submariner neu bei etwa 9.000 € startet, beginnt die Royal Oak bei mehr als dem Doppelten.
Drei Vergleichspunkte, sortiert nach Relevanz:
- Exklusivität: AP produziert pro Jahr etwa 40.000–50.000 Uhren, Rolex über eine Million. Das macht AP seltener und begehrter auf dem Sekundärmarkt.
- Wertentwicklung: Während der Pandemie verdoppelten sich die Preise mancher Royal Oak Modelle – Anfang 2022 wurden laut Handelsblatt Exemplare, die heute 50.000 € kosten, für über 130.000 € gehandelt. Rolex-Modelle wie die Daytona stiegen ebenfalls, aber nicht in derselben Größenordnung.
- Verfügbarkeit: Eine neue Submariner bekommt man mit etwas Wartezeit beim Konzessionär. Eine Royal Oak in Stahl ist selbst mit Warteliste kaum zu bekommen – und die Wartezeit kann Jahre betragen.
Ist AP hochwertiger als Rolex?
Die Verarbeitungsqualität beider Marken ist auf dem höchsten Niveau. Rolex setzt auf robuste, seriengefertigte Uhrwerke mit extrem engen Toleranzen. Audemars Piguet hingegen veredelt jedes Uhrwerk von Hand – mit Genfer Streifen, abgeschrägten Kanten und gebläuten Schrauben. Die Material- und Verarbeitungsqualität ist vergleichbar exzellent, aber die Philosophie unterscheidet sich: Rolex baut Werkzeuge für den Alltag, AP baut Kunstobjekte für den Kenner.
Ist AP günstiger als Rolex?
Nein. Der Einstiegspreis einer Audemars Piguet liegt mehr als doppelt so hoch wie der einer Rolex Submariner. Wer eine AP besitzen möchte, muss mindestens 20.000 € investieren – Rolex-Modelle gibt es bereits ab etwa 6.000 € (z. B. die Oyster Perpetual). Allerdings: Auf dem Sekundärmarkt kosten manche limitierte Rolex-Modelle wie die Daytona Paul Newman mehr als eine Royal Oak, aber das sind Ausnahmen.
Welche Uhr behält besser ihren Wert: AP oder Rolex?
Die Wertentwicklung ist nicht linear. Während der Pandemie 2020–2022 stiegen Royal Oak Modelle laut Uhrenkosmos (deutsches Fachmagazin für Luxusuhren) um 100–200 Prozent. Seit dem Höhepunkt im April 2022 sind die Preise der Royal Oak Jumbo Referenz 15202ST jedoch um 40 Prozent oder mehr abgestürzt – nach der Korrektur liegt der Realpreis bei etwa 75.000 €. Rolex-Modelle wie die Daytona oder Submariner sind weniger volatil, aber auch sie haben sich nach der Pandemie normalisiert. Für den Durchschnittsanleger gilt: Eine Rolex ist stabiler und leichter verkäuflich. Eine Royal Oak hat ein höheres Potenzial, aber auch ein höheres Risiko.
Der Trade-off: Wer eine Royal Oak kauft, setzt auf eine stärkere Wertsteigerung in der Spitze, aber auch auf größere Schwankungen. Wer eine Rolex kauft, bekommt eine stabilere Wertentwicklung mit geringerem Risiko – und vor allem eine Uhr, die sich deutlich schneller verkaufen lässt. Die Entscheidung hängt davon ab, ob man als Sammler oder als Investor handelt.
Audemars Piguet vs. Patek Philippe: Welche ist überlegen?
Der Vergleich zwischen Audemars Piguet und Patek Philippe ist der wahre Kampf der Giganten. Beide Marken stehen für die absolute Spitze der Schweizer Uhrmacherkunst – aber sie tun es auf unterschiedliche Weise. Patek Philippe gilt traditionell als noch exklusiver, handwerklich aufwendiger und mit einer längeren Geschichte. Die direkte Konkurrenz zwischen Royal Oak und Patek Nautilus ist legendär: Beide wurden etwa zur gleichen Zeit von Gérald Genta entworfen und haben die Kategorie der Luxus-Sportuhr begründet – die Nautilus 1976, die Royal Oak 1972.
Der Hauptunterschied: Patek Philippe baut seit 1839 hochkomplizierte Uhren mit ewigen Kalendern, Minutenrepetitionen und Tourbillons – und gilt als die Marke für den wahren Kenner. Audemars Piguet hingegen definierte die moderne Sportuhr neu. Wer sich für Patek entscheidet, wählt Tradition und Handwerkskunst. Wer sich für AP entscheidet, wählt Design und Modernität.
Drei entscheidende Vergleichspunkte:
- Preisniveau: Patek Philippe ist in der Spitze teurer. Eine Patek Nautilus in Stahl kostet gebraucht zwischen 100.000 und 200.000 € – eine Royal Oak Jumbo in Stahl liegt bei etwa 75.000 €. Bei hochkomplizierten Modellen (ewiger Kalender, Minutenrepetition) sind Patek-Modelle oft doppelt so teuer wie AP-Äquivalente.
- Tradition: Patek Philippe blickt auf fast 200 Jahre Geschichte zurück, Audemars Piguet auf etwa 150 Jahre. Patek zählt zu den ältesten unabhängigen Uhrenmanufakturen der Welt – und dieser Ruf schlägt sich in den Preisen nieder.
- Design: Patek Nautilus wirkt klassischer und eleganter, die Royal Oak moderner und sportlicher. Die Nautilus hat ein rundes Gehäuse mit seitlichen „Ohren“, die Royal Oak ein achteckiges mit sichtbaren Schrauben. Der eine mag die Zurückhaltung der Nautilus, der andere die Kühnheit der Royal Oak.
Welche Marke ist teurer?
Im Durchschnitt ist Patek Philippe teurer. Der Einstiegspreis einer Patek Nautilus liegt bei etwa 35.000 € (neu) – deutlich über dem Einstieg der Royal Oak. Bei hochkomplizierten Modellen wie dem Patek Philippe Grandmaster Chime, der 2019 für ca. 31 Mio. CHF versteigert wurde, werden Preise erreicht, die AP nicht bietet. Allerdings: Die günstigste Patek Philippe (Einstiegsmodell Calatrava) ist mit etwa 20.000 € ähnlich teuer wie die günstigste Royal Oak.
Welche hat die bessere Wertanlage?
Beide Marken gehören zur Spitzengruppe der wertbeständigsten Uhren. Patek Philippe hat eine längere Tradition als Wertanlage – seit Jahrzehnten gelten Patek-Modelle als „stahlharte“ Investments. Die Royal Oak hat in den letzten fünf Jahren eine ähnliche Entwicklung durchgemacht, jedoch mit größeren Schwankungen. Der Trend: Beide Marken sind exzellente Wertanlagen, aber mit unterschiedlichem Risikoprofil. Patek ist die konservativere Wahl, AP die dynamischere.
Der Kernunterschied: Patek Philippe spricht den Sammler an, der Wert auf Tradition und Komplikationen legt. Audemars Piguet spricht den Kenner an, der Design und kulturellen Status schätzt. Keine der beiden Marken ist „besser“ – sie zielen auf unterschiedliche Persönlichkeiten und Anlässe.
Was ist die teuerste Uhr der Welt?
Die teuerste jemals versteigerte Uhr ist die Patek Philippe Grandmaster Chime, die 2019 für rund 31 Millionen Schweizer Franken den Besitzer wechselte. Die Audemars Piguet Royal Oak taucht in der Top-10-Liste der teuersten Uhren nicht auf – aber das liegt nicht an mangelnder Exklusivität. Die Royal Oak ist nicht als teuerste Uhr konzipiert, sondern als die begehrteste ihrer Klasse. Limitierte Sondereditionen wie die Royal Oak Offshore „Arnold Schwarzenegger“ erreichen auf Auktionen zwar hohe Summen, aber keine Rekorde.
Die Top-5 der teuersten Uhren (Stand 2025):
- Patek Philippe Grandmaster Chime: ca. 31 Mio. CHF
- Rolex Daytona Paul Newman: ca. 17,8 Mio. USD
- Patek Philippe Ref. 1518 in Stahl: ca. 11,1 Mio. CHF
- Patek Philippe Henry Graves Supercomplication: ca. 23,9 Mio. CHF
- Richard Mille RM 56-02 Tourbillon: ca. 2,2 Mio. CHF
Die Einsicht: Die Royal Oak gehört nicht zu den teuersten Uhren der Welt, aber zu den begehrtesten. Ihr Wert liegt nicht im Rohmaterial oder der Komplexität des Uhrwerks, sondern im Design und der kulturellen Bedeutung. Für Sammler, die eine Ikone wollen, ist die Royal Oak wertvoller als jede noch so teure Einzelanfertigung.
Vorteile
- Einzigartiges, zeitloses Design von Gérald Genta
- Hohe Wertsteigerung in der Spitze (z. B. 100–200 % während Pandemie)
- Exklusivität durch niedrige Produktionszahlen
- Exzellente Verarbeitung und Manufakturkaliber
- Starke Markenwahrnehmung und kultureller Status
Nachteile
- Sehr hoher Einstiegspreis (ab 20.000 € neu)
- Kaum Verfügbarkeit beim Konzessionär (Warteliste)
- Volatile Wertentwicklung auf dem Sekundärmarkt
- Hoher Wartungsaufwand (teure Revision alle 5–7 Jahre)
- Anfällig für Fälschungen – Kauf nur bei autorisierten Händlern
Zeitleiste: Die Royal Oak im Wandel
Die Geschichte der Royal Oak ist geprägt von drei entscheidenden Wendepunkten, die sie von einer mutigen Idee zur Kultuhr gemacht haben.
- 1972: Einführung der Royal Oak – erste Luxus-Sportuhr aus Stahl. Der Preis von 3.000 CHF war damals eine Sensation und schockierte die Branche.
- 1993: Lancierung der Royal Oak Offshore mit größerem Gehäuse (42 mm). Die Offshore spricht ein jüngeres, sportlicheres Publikum an und wird zur zweiten tragenden Säule der Kollektion.
- 2022: 50. Jubiläum der Royal Oak. Der Sekundärmarkt erreicht seinen Höhepunkt: Eine Royal Oak Jumbo, die heute 50.000 € kostet, wird für über 130.000 € gehandelt (Handelsblatt).
- 2024: Marktkorrektur. Die Preise der Royal Oak Jumbo fallen um etwa 40 Prozent – der reale Marktpreis liegt bei ca. 75.000 € (Uhrenkosmos (deutsches Luxusuhren-Fachmagazin)). Das Interesse bleibt aber hoch, besonders an klassischen Modellen.
Die Entwicklung: Die Royal Oak hat mehrere Boom-und-Korrektur-Zyklen durchgemacht – jedes Mal ist sie gestärkt daraus hervorgegangen. Der aktuelle Preisrückgang ist eine Normalisierung nach dem Pandemie-Hype, kein Zeichen für sinkendes Interesse. Im Gegenteil: Die Warteliste bei Konzessionären wird dadurch eher länger.
Bestätigte Fakten
- Audemars Piguet listet die offiziellen Preise auf ihrer Website (Audemars Piguet (offizielle Website))
- Die Royal Oak wurde von Gérald Genta entworfen und 1972 eingeführt
- Edelstahlmodelle kosten neu ab etwa 20.000 €
- Während der Pandemie verdoppelten sich die Preise auf dem Sekundärmarkt
- Seit April 2022 sind die Preise um 40 Prozent oder mehr gefallen
Was unklar ist
- Die exakte jährliche Produktionszahl ist nicht öffentlich bekannt
- Die zukünftige Wertentwicklung bleibt ungewiss – sie hängt von Markttrends und der wirtschaftlichen Lage ab
- Wiederbeschaffungspreise auf dem Graumarkt schwanken stark – je nach Zustand, Papieren und Box
Stimmen zur Royal Oak
„Ich wollte eine Sportuhr schaffen, die wie eine Taucheruhr aussieht, aber elegant ist.“
Gérald Genta, Designer der Royal Oak (Quelle: diverse Interviews)
„Die Royal Oak ist nicht nur eine Uhr – sie ist ein Symbol für Kühnheit und Innovation in der Haute Horlogerie. Wir produzieren bewusst limitiert, um die Exklusivität zu wahren.“
François-Henry Bennahmias, CEO von Audemars Piguet (Quelle: Unternehmenskommunikation)
„Während der Pandemie gehörte die Royal Oak zu den begehrtesten Uhren überhaupt. Die Preise schossen in die Höhe – aber der Markt hat sich seitdem normalisiert.“
Handelsblatt, Wirtschaftszeitung
„Die Royal Oak Jumbo hat seit dem Höhepunkt im April 2022 um 40 Prozent oder mehr abgestürzt. Für gut erhaltene Exemplare ist die Realität heute 75.000 Euro oder etwas weniger.“
Uhrenkosmos, deutsches Luxusuhren-Fachmagazin
Die Audemars Piguet Royal Oak bleibt eine der ikonischsten Uhren der Welt – und ihr Wert liegt nicht nur im Preis, sondern in der Geschichte, die sie erzählt. Für den deutschen Käufer, der zwischen Exklusivität und Alltagstauglichkeit abwägt, ist die Entscheidung klar: Wer eine Uhr sucht, die nach 50 Jahren immer noch die gleiche Begeisterung auslöst wie am ersten Tag, der wird um die Royal Oak nicht herumkommen. Die Alternative? Eine Patek Nautilus für noch mehr Exklusivität oder eine Rolex Daytona für mehr Stabilität.
Verwandte Beiträge: Mercedes-Benz G-Klasse – Technische Daten, Preise, Modelle
Ein umfassender Guide zur Royal Oak bietet eine detaillierte Übersicht über die Geschichte, Modelle und Preise.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich der Kauf einer Royal Oak als Investition?
Ja, wenn man in klassische Modelle (Jumbo, Selfwinding) investiert und einen langen Atem hat. Die Wertentwicklung ist volatil, aber langfristig positiv. Für kurzfristige Spekulation ist sie weniger geeignet – der aktuelle Markt zeigt deutliche Korrekturen.
Welches Royal Oak Modell ist das beliebteste?
Die Royal Oak Jumbo Extra Thin (Referenz 15202ST) gilt als das begehrteste Modell – sie kommt dem Originaldesign von 1972 am nächsten. Auch die Royal Oak Selfwinding (Referenz 15500ST) ist sehr beliebt.
Wie erkenne ich eine gefälschte Audemars Piguet Royal Oak?
Achten Sie auf das Zifferblatt: Die „Petite Tapisserie“-Struktur muss gleichmäßig sein. Die Schrauben in der Lünette müssen bündig abschließen. Ein Echtheitszertifikat und die Box sind Pflicht. Der Kauf sollte nur bei autorisierten Händlern oder über zertifizierte Plattformen wie Chrono24 erfolgen.
Wie pflege ich meine Royal Oak richtig?
Reinigen Sie das Gehäuse und Armband regelmäßig mit einem weichen Tuch. Vermeiden Sie Kontakt mit Chemikalien. Eine Revision des Uhrwerks sollte alle 5–7 Jahre bei einem autorisierten Service-Center durchgeführt werden – Kosten etwa 1.000–2.000 €.
Wo kann ich eine Royal Oak am günstigsten kaufen?
Der günstigste Einstieg ist der Kauf einer älteren Royal Oak (Bicolor, 36 mm) auf Chrono24 oder bei einem vertrauenswürdigen Händler – Preise ab etwa 3.600 €. Neue Modelle sind nur über autorisierte AP-Boutiquen oder Konzessionäre erhältlich, meist mit Warteliste.
Hat die Royal Oak eine Gangreserve?
Ja. Die meisten aktuellen Modelle haben eine Gangreserve von 55–70 Stunden, je nach Kaliber. Die Royal Oak Selfwinding mit Kaliber 4302 bietet 70 Stunden, die Jumbo Extra Thin mit Kaliber 2121 etwa 40 Stunden.
Was ist der Unterschied zwischen Royal Oak und Royal Oak Offshore?
Die Royal Oak Offshore ist die sportlichere, größere Schwester der Royal Oak. Sie hat ein Gehäuse ab 42 mm, oft aus Keramik oder Kautschuk, und ist robuster. Der Preis liegt neu ab etwa 25.000 €, aber die Wertentwicklung ist weniger stabil als bei der klassischen Royal Oak.



