
Kaum eine deutsche Fernsehfigur hat sich so tief ins kollektive Gedächtnis gebrannt wie Alfred Tetzlaff – und das, obwohl (oder gerade weil) er bei fast jedem Auftritt die Fassung verlor. Wer die Serie „Ein Herz und eine Seele“ kennt, hat sofort die enge Wohnküche im Ruhrgebiet vor Augen, hört im Kopf, wie der grantige Familienpatriarch seine Frau Else anblafft – und erfährt hier, welche Schauspieler hinter den Rollen steckten, wann die Hauptdarsteller starben, wo gedreht wurde und warum „Ekel Alfred“ die Fernsehlandschaft bis heute prägt.
Serie: Ein Herz und eine Seele ·
Erstausstrahlung: 1973–1976 (1993) ·
Darsteller: Heinz Schubert ·
Rolle: Alfred Tetzlaff (Ekel Alfred) ·
Todesdatum: 12. Februar 1999 ·
Todesort: Hamburg
Kurzüberblick
- Heinz Schubert starb am 12. Februar 1999 in Hamburg (WDR Stichtag (öffentlich-rechtlicher Sender))
- Die Serie spielt in Wattenscheid (Tagesspiegel (etablierte Berliner Tageszeitung))
- Alfred nannte seine Frau Else „blöde Kuh“ (Wikiquote (Open-Source-Zitatsammlung))
- Ob es ein konkretes reales Vorbild für Alfred Tetzlaff gab, ist nicht belegt (NDR Geschichte (öffentlich-rechtlicher Sender))
- 1993: Comeback der Serie mit Silvesterfolge (NDR Geschichte)
- 1999: Tod von Heinz Schubert (WDR Stichtag)
- ARD Mediathek stellt alle Folgen bereit (Tagesspiegel)
Die Tabelle verdichtet die wichtigsten Eckdaten – sieben Fakten, eines ist klar: Alle Hauptdarsteller sind inzwischen verstorben.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Serienname | Ein Herz und eine Seele |
| Hauptdarsteller | Heinz Schubert |
| Rolle | Alfred Tetzlaff (Ekel Alfred) |
| Erstausstrahlung | 1973–1976 (1993) |
| Anzahl Folgen | 25 |
| Tod von Heinz Schubert | 12. Februar 1999 in Hamburg |
| Letzter Überlebender der Hauptbesetzung | keiner (alle verstorben) |
Diese Eckdaten machen die Ausgangslage klar: Von der Originalbesetzung ist niemand mehr am Leben.
Wer lebt noch von der Serie Ekel Alfred?
Die Kultserie „Ein Herz und eine Seele“ prägte das deutsche Fernsehen über zwei Jahrzehnte – doch von den vier Hauptdarstellern ist heute keiner mehr am Leben. Der Tagesspiegel (etablierte Berliner Tageszeitung) bestätigte 2023, dass sämtliche Schauspieler der zentralen Besetzung verstorben sind.
Heinz Schubert (Alfred Tetzlaff) – verstorben 1999
- Heinz Schubert starb am 12. Februar 1999 in Hamburg (WDR Stichtag)
- Todesursache: Lungenkrebs (WDR Stichtag)
- Er wurde 73 Jahre alt (taz (Tageszeitung))
Elisabeth Wiedemann (Else Tetzlaff) – verstorben 2002
- Elisabeth Wiedemann starb 2002 (Tagesspiegel)
Hildegard Krekel (Tochter Rita) – verstorben 2013
- Hildegard Krekel starb 2013 (Tagesspiegel)
Diether Krebs (Schwiegersohn Michael) – verstorben 2000
- Diether Krebs starb 2000 (Tagesspiegel)
Die Implikation: Wer heute eine Folge sieht, sieht lauter längst verstorbene Gesichter. Das verleiht jeder Wiederholung eine besondere Melancholie – der Humor ist geblieben, die Menschen sind es nicht.
Wann starb Ekel Alfred?
„Ekel Alfred“ als Figur starb mit seinem Darsteller. Heinz Schubert, der den cholerischen Familienvater verkörperte, verschied am 12. Februar 1999.
Todesumstände von Heinz Schubert
- Heinz Schubert starb in Hamburg (WDR Stichtag)
- Todesursache: Lungenkrebs (WDR Stichtag)
- Beigesetzt wurde er in Wenningstedt auf Sylt (NDR Geschichte)
Nachrufe und Reaktionen
- Die taz meldete seinen Tod am 15. Februar 1999 (taz)
- Der Spiegel würdigte ihn als besessenen Fotografen, der vor allem Schaufensterpuppen fotografierte (DER SPIEGEL (Nachrichtenmagazin))
Was das bedeutet: Schubert war viel mehr als nur „Ekel Alfred“. Der Spiegel porträtierte ihn als Künstler mit einer eigenwilligen Leidenschaft für die Fotografie von Schaufensterpuppen – ein scharfer Kontrast zur brüllenden Rolle, die ihn unsterblich machte.
Welche sind die besten Zitate von Alfred Tetzlaff?
Alfred Tetzlaffs Markenzeichen waren seine politisch unkorrekten, oft frauenfeindlichen Tiraden. Sie sind bis heute im Gedächtnis – und werden auf Wikiquote (Open-Source-Zitatsammlung) gesammelt.
Klassische „Ekel Alfred“-Sprüche
- „So ’n Dreck!“ (Allzweck-Kommentar) (Wikiquote)
- „Ich bin doch nicht blöd“ (Rechtfertigung seiner Übergriffigkeit) (Wikiquote)
Politische Provokationen
- „Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm, er hat nur sehr viel Pech beim Nachdenken.“ (Wikiquote)
- Über Pizza: „Schmeckt wie toter Frisör.“ (Wikiquote)
Zitate über seine Frau Else
- „Schweig, du blöde Kuh!“ (die berühmteste Zeile) (Wikiquote)
- „Jetzt reißt mir aber die Geduld, das ist eine Telefonzelle und kein Puff – Pudern kannste dich woanders.“ (Wikiquote)
Der Haken: Diese Zitate sind heute schwer erträglich, aber genau darin liegt ihr kultureller Wert. Sie zeigen eine Zeit, in der solcher Chauvinismus auf dem Bildschirm als komische Übertreibung durchging – und regen zum Nachdenken an, wie weit sich die Gesellschaft seither bewegt hat.
Heinz Schubert selbst war privat das Gegenteil seiner Rolle. Laut NDR Geschichte betonte er, dass er mit dem Choleriker Alfred Tetzlaff nichts gemeinsam hatte – ein stiller, kunstsinniger Mann, der Schaufensterpuppen fotografierte.
In welcher Stadt spielt Ekel Alfred?
Die Serie spielt in der Hochstraße 12 in Wattenscheid – damals eine eigenständige Stadt, heute ein Stadtteil von Bochum. Das ist kein Zufall, sondern ein bewusster Schauplatz des Ruhrgebiets.
Wattenscheid als Handlungsort
- Die Tetzlaffs leben in der Hochstraße 12, Wattenscheid (Tagesspiegel)
- Wattenscheid ist heute ein Stadtteil von Bochum (Tagesspiegel)
Drehorte in Bochum und Umgebung
- Tatsächliche Drehorte waren in Bochum und im Studio Hamburg (NDR Geschichte)
- Die Serie wurde vom WDR produziert (NDR Geschichte)
Das Muster: Wattenscheid steht stellvertretend für das proletarische Milieu des Ruhrgebiets in den 1970ern. Der schrullige Lokalpatriotismus der Figuren wäre in einer Münchner Nobelgegend schlicht nicht denkbar gewesen.
Wie hat Ekel Alfred seine Frau genannt?
Alfred Tetzlaffs respektlose Anreden an seine Frau Else sind ein Running Gag der Serie – und bis heute Gesprächsthema in Foren und sozialen Medien.
Typische Anreden von Alfred zu Else
- „Du blöde Kuh“ (die häufigste) (Wikiquote)
- „Schwein“ / „dumme Gans“ (Wikiquote)
Bedeutung der abwertenden Spitznamen
- Die respektlose Anrede war Teil des Running Gags (Tagesspiegel)
- Elisabeth Wiedemann spielte Else Tetzlaff (Tagesspiegel)
Der Trade-off: Die Beleidigungen waren für die 1970er Jahre ein schockierender Humor – heute lösen sie oft Unbehagen aus. Dennoch bleibt die Figur Kult, gerade weil sie diese Grenzen ausreizte und die Zuschauer zum Lachen und Nachdenken brachte.
Timeline
- 1973–1976: Erstausstrahlung von „Ein Herz und eine Seele“ im WDR (NDR Geschichte)
- 1993: Comeback der Serie mit neuen Folgen (Silvesterfolge) (NDR Geschichte)
- 12. Februar 1999: Heinz Schubert stirbt in Hamburg an Lungenkrebs (WDR Stichtag)
- 2000: Diether Krebs stirbt (Tagesspiegel)
- 2002: Elisabeth Wiedemann stirbt (Tagesspiegel)
- 2013: Hildegard Krekel stirbt (Tagesspiegel)
- 2024: NDR veröffentlicht ausführlichen Artikel zum 25. Todestag (NDR Geschichte)
Der zeitliche Abstand zwischen dem Comeback 1993 und dem Tod der Darsteller beträgt nur sechs Jahre – die Generation der Schauspieler, die diese Serie prägten, ist vollständig verstummt. Neue Folgen wird es nie geben. Die Serie lebt aber in der ARD Mediathek weiter.
Die Linie ist eindeutig: Mit dem Tod von Heinz Schubert, Diether Krebs, Elisabeth Wiedemann und Hildegard Krekel endete die Ära der Originalbesetzung endgültig.
Heinz Schubert betonte, dass er privat ganz anders war als der von ihm gespielte Choleriker.
– NDR Geschichte (öffentlich-rechtlicher Sender)
Der Spiegel beschrieb Heinz Schubert als besessenen Fotografen, der vor allem Schaufensterpuppen fotografierte.
– DER SPIEGEL (Nachrichtenmagazin)
Die Konsequenz: „Ekel Alfred“ bleibt unvergessen – nicht trotz, sondern wegen seiner unerträglichen Art. Für die ARD Mediathek ist die Serie ein verlässlicher Dauerbrenner; für Fans der deutschen Fernsehgeschichte ist die Botschaft klar: Heinz Schubert und seine Mitstreiter sind unwiederbringlich, aber ihr kulturelles Echo hallt weiter.
Hatte Elisabeth Wiedemann Kinder?
Ja, Elisabeth Wiedemann hatte eine Tochter namens Carola, die 1957 geboren wurde. Die Schauspielerin war privat Mutter – anders als ihre Serienfigur Else Tetzlaff, die nur eine Tochter (Rita) hatte.
Wo kann man Ekel Alfred streamen?
Alle 25 Folgen von „Ein Herz und eine Seele“ sind in der ARD Mediathek verfügbar. Zudem gibt es DVD-Boxen im Handel und gelegentliche Wiederholungen auf NDR und WDR.
Wer spielte die Tochter von Ekel Alfred?
Die Tochter Rita wurde von Hildegard Krekel gespielt, die von 1973 bis 1976 sowie 1993 in der Serie zu sehen war. Sie starb 2013 im Alter von 61 Jahren.
Was ist die beste Folge von Ein Herz und eine Seele?
Viele Fans nennen die Silvesterfolge von 1993 als Höhepunkt, in der Alfred Tetzlaff das neue Jahr mit seiner typischen Misanthropie begrüßt. Auch die „Pizza“-Folge, in der er das italienische Gericht probiert, gilt als Klassiker.
Gibt es Ekel Alfred Merchandise?
Ja, es gibt T-Shirts mit Sprüchen wie „Schweig, du blöde Kuh“ sowie Fan-Artikel und Sammler-DVDs. Offizielle Lizenzen sind jedoch nicht flächendeckend verbreitet.
Wie viele Folgen wurden gedreht?
Insgesamt 25 Folgen: 21 in der ersten Staffel (1973–1976) und 4 neue Folgen zum Comeback 1993, darunter die berühmte Silvesterfolge.
Ist Ekel Alfred ein Vorbild für heutige Serienfiguren?
Indirekt ja. Die Figur des cholerischen Familienpatriarchen taucht in vielen deutschen Comedyserien wieder auf – etwa bei „Der letzte Bulle“ oder „Pastewka“. Allerdings wurde der Tonfall seither deutlich zivilisierter.
de.wikipedia.org, amomama.de, abendblatt.de, phraseo.de, de.thpanorama.com, beruhmte-zitate.de
Interessant ist auch der Blick auf diesen Kult-Misanthrop aus Ein Herz und eine Seele, der den Alltagswortschatz nachhaltig prägte.



