
Manche Biografien klingen zu absurd für einen Kinofilm – bei Xatar wurde aus der Absurdität tatsächlich ein Film; der Rapper, den ein Überfall auf einen Goldtransporter im Raum Ludwigsburg/A81 bekannt machte (Kölner Stadt-Anzeiger), wurde am 8. Mai 2025 tot in seiner Kölner Wohnung aufgefunden, 43 Jahre alt (EXPRESS). Hier ist, was sich über Goldraub, Haft und Familie belegen lässt – und wo die Quellen schweigen.
Todesdatum: 8. Mai 2025 (tot aufgefunden) ·
Alter: 43 Jahre ·
Bekannt für: Goldraub 2009 ·
Kinder: 5 ·
Film: „Rheingold“ (2022)
Kurzüberblick
- Xatar wurde durch den Goldraub 2009 bundesweit bekannt (Tagesschau)
- Die Staatsanwaltschaft Köln schloss Fremdverschulden aus (RTL)
- Xatar hieß bürgerlich Giwar Hajabi (Tagesschau)
- Eine offizielle Todesursache wurde nicht veröffentlicht; die ARD-Doku nennt einen Herzstillstand (Tagesschau)
- Der Verbleib der Gold-Beute ist bis heute ungeklärt (Blick)
- Die Ermittlungen zu den Todesumständen sind eingestellt (RTL)
- Eine ARD-Dokumentation lässt seine Witwe erstmals über die Todesursache sprechen (Tagesschau)
Sieben Eckdaten, ein Befund: Xatars Leben lässt sich nur als Einheit aus Kunst und Kriminalakte erzählen.
| Eckdaten | Wert |
|---|---|
| Todesumstände | Am 8. Mai 2025 tot in seiner Kölner Wohnung aufgefunden (EXPRESS) |
| Alter bei Tod | 43 Jahre (EXPRESS) |
| Goldraub-Jahr | 2009 (Tagesschau) |
| Beute | Schmuck und Zahngold, rund 120 Kilogramm (FOCUS) |
| Kinder | fünf gemeinsame Kinder (EXPRESS) |
| Ermittlungen | eingestellt; Fremdverschulden ausgeschlossen (RTL) |
| Musik | Karriereausbau während und nach der Haft (Nau) |
Warum war Xatar im Knast?
Xatar saß nicht wegen Drogen oder Gewalt im Gefängnis, sondern wegen eines Überfalls, der wie ein Filmstoff klang: des Goldraubs auf einen Transporter. Genau diese Tat machte ihn bundesweit bekannt, noch bevor seine Musik breit wahrgenommen wurde.
Der Goldraub und die Verurteilung
- Überfall auf einen Goldtransporter im Raum Ludwigsburg beziehungsweise an der A81 (Kölner Stadt-Anzeiger)
- Beute: Schmuck und Zahngold im Wert von rund 1,7 bis 1,8 Millionen Euro (Tagesschau)
- 2011: Verurteilung durch das Landgericht Stuttgart zu acht Jahren Haft (Tagesschau)
Die Berichte schwanken zwischen zwei Blicken auf die Beute: Die Tagesschau beziffert den Wert auf 1,7 bis 1,8 Millionen Euro, das Nachrichtenmagazin FOCUS nennt rund 120 Kilogramm Schmuck und Zahngold. In der Sache sind sich die Quellen einig: Es handelte sich um eine außergewöhnlich große Menge Gold.
Für die Öffentlichkeit war Xatar danach nicht mehr nur ein Rapper, sondern der Mann, der einen Goldtransporter überfallen hatte. Genau diese Zuschreibung begleitete ihn bis zu seinem Tod – und machte ihn zugleich zur idealen Figur für Kinofilme und Podcasts.
Ein Überfall mit rund 120 Kilogramm Gold machte Xatar überregional bekannt – doch die Beute blieb verschwunden. Ohne diese offene Rechnung wäre seine Geschichte nie so erzählbar geworden.
Die Haftzeit in der JVA
- 2011 verurteilt, 2014 vorzeitig entlassen (Tagesschau)
- Musikkarriere teilweise während und nach der Haft ausgebaut (Nau)
Die Haftzeit war für Xatar nie das Ende, sondern eine Arbeitsphase. Das Schweizer Nachrichtenportal Nau berichtet, dass er seine Musikkarriere teilweise während beziehungsweise nach der Haftzeit ausbaute. Die Stoffe aus dieser Zeit flossen später in den Kinofilm „Rheingold“ (2022) ein, den FOCUS in seiner Lebensbilanz aufgreift.
Das Muster: Der Knast war für Xatar keine Pause, sondern Fortsetzung seiner Selbstinszenierung – erst als Gangster, später als Filmheld.
Was hatte Xatar für eine Krankheit?
Eine öffentlich dokumentierte Langzeiterkrankung Xatars ist in den ausgewerteten Quellen nicht belegt. Die Frage nach seiner Gesundheit entzündet sich an den Umständen seines Todes.
Todesumstände
- Staatsanwaltschaft Köln stellte die Ermittlungen ein, Fremdverschulden ausgeschlossen (RTL)
- ARD-Doku: Witwe benennt Todesursache erstmals als Herzstillstand (Tagesschau)
Die Kölner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu den Todesumständen abgeschlossen und Fremdverschulden beziehungsweise äußere Gewalteinwirkung ausgeschlossen, wie RTL meldet. Eine öffentliche Behördenmitteilung, die die Todesursache benennt, liegt nicht vor. Nach Angaben der Tagesschau starb Xatar am 7. Mai 2025; aufgefunden wurde er am 8. Mai in seiner Kölner Wohnung.
Eine Konkretisierung lieferte erst eine ARD-Dokumentation. Nach Angaben der Tagesschau benennt seine Witwe Farvah Hajabi darin die Todesursache erstmals als Herzstillstand.
Die Staatsanwaltschaft hat Fremdverschulden ausgeschlossen – eine Straftat als Todesursache ist damit vom Tisch. Für die Familie ist der Fall abgeschlossen, für die Öffentlichkeit bleibt eine Angabe aus der Doku, keine behördliche Feststellung.
Krankheitsgeschichte
- Bestätigte Vorerkrankung: in den ausgewerteten Quellen nicht dokumentiert
- Einzige konkrete Angabe: Herzstillstand, genannt in der ARD-Doku (Tagesschau)
Ein Herzstillstand ist ein medizinisches Ereignis, keine Diagnose einer Grunderkrankung. Ob Xatar zuvor krank war, lässt sich aus den veröffentlichten Berichten nicht ableiten. Öffentlich verfügbar ist bislang keine Behördenangabe, die eine Vorerkrankung bestätigt oder ausschließt.
Was das bedeutet: Solange keine offizielle Todesursache veröffentlicht wird, bleibt die Krankheitsfrage eine Lücke – wer von Xatars Krankheit spricht, stützt sich auf die Doku, nicht auf Akten.
Was ist mit Xatars Gold passiert?
Die kurze Antwort: Das Gold tauchte nie wieder auf. Die lange Antwort erklärt, warum ausgerechnet dieser Fall zur perfekten Leinwandgeschichte wurde.
Die Goldlieferung
- Tatort: Raum Ludwigsburg beziehungsweise A81 (Kölner Stadt-Anzeiger)
- Beute: Schmuck und Zahngold im Wert von rund 1,7 bis 1,8 Millionen Euro (Tagesschau)
- Gewicht: rund 120 Kilogramm (FOCUS, EXPRESS)
Beim Überfall auf den Goldtransporter erbeutete die Gruppe Schmuck und Zahngold. Die Angaben zu Wert und Gewicht variieren leicht, in der Größenordnung sind sich die Quellen einig: Es handelte sich um eine außergewöhnlich große Menge Gold.
Der Kölner Stadt-Anzeiger verortet die Tat im Raum Ludwigsburg beziehungsweise an der A81 – ein Detail, das in den schnellen Nachrufen oft unterging.
Die Täter und die Beute
- 2011: Verurteilung Xatars zu acht Jahren Haft (Tagesschau)
- Beute bis zuletzt verschwunden (Blick)
- 2022: Kinofilm „Rheingold“ greift die Geschichte auf (FOCUS)
Das Schweizer Boulevardblatt Blick berichtet, dass die Beute bis zuletzt verschwunden blieb; auch EXPRESS hat dem Verbleib des Goldes einen eigenen Artikel gewidmet.
Genau diese Leerstelle machte den Fall für Erzähler attraktiv. Der Kinofilm „Rheingold“ (2022) machte aus dem Raub ein Kinoereignis – die Frage nach dem Gold bleibt Teil des öffentlichen Rätsels.
Der Clou: Der Goldraub blieb ohne Auflösung, und genau diese Offenheit machte ihn zum Stoff für Podcasts, Kinofilme und Nachrufe.
Welche Drogen hat Xatar gehandelt?
Die ehrliche Antwort vorweg: In den ausgewerteten Quellen ist Drogenhandel weder als Verurteilungsgrund noch als behördlich dokumentierter Vorwurf belegt. Xatars Haftstrafe geht auf den Goldraub zurück, nicht auf Drogen.
Drogenhandel in der Jugend
- Kein Drogendelikt als Verurteilungsgrund in den ausgewerteten Berichten
- Dokumentierte Haupttat: Goldraub 2009, verurteilt 2011 (Tagesschau)
Die Frage nach Drogen taucht in Suchanfragen und Kommentaren immer wieder auf, weil Xatars öffentliche Rolle die des Gangster-Rappers war. In den vorliegenden Quellen – Prozessberichte, Nachrufe, regionale Medien – findet sich dafür kein belastbarer Beleg.
Verbindung zur kriminellen Karriere
- Der Kölner Stadt-Anzeiger nennt Xatar „Goldräuber, Gangsta-Rapper und Baba aller Babas“ (Kölner Stadt-Anzeiger)
- Musikkarriere wuchs während und nach der Haft (Nau)
Wer Xatar mit Drogen in Verbindung bringt, stützt sich auf Bilder aus seiner Musik, nicht auf Behördenangaben. Der Podcast des Kölner Stadt-Anzeigers bringt die Rollen auf den Punkt: „Goldräuber, Gangsta-Rapper und Baba aller Babas“. Kriminelle Energie wird bei Xatar nach den vorliegenden Quellen an genau einer Stelle aktenkundig: beim Goldtransporter.
Der Befund: Die Drogen-Frage gehört zur Legende, nicht zur Akte. Wer Xatars Kriminalgeschichte verstehen will, kommt am Goldraub nicht vorbei.
Wie viele Kinder hatte Xatar?
Xatar hinterließ seine Frau Farvah Hajabi und fünf gemeinsame Kinder (EXPRESS). Öffentlich bekannt ist über die Familie nur wenig.
Familienleben
- Ehefrau: Farvah Hajabi (EXPRESS)
- Fünf gemeinsame Kinder (EXPRESS)
- Lebensmittelpunkt zuletzt: Köln (EXPRESS)
Die Kölner Zeitung EXPRESS berichtet, Xatar hinterlasse seine Ehefrau Farvah Hajabi und fünf gemeinsame Kinder. In den öffentlichen Berichten taucht die Familie erst mit seinem Tod auf.
Partnerin
- Farvah Hajabi wird in den Berichten zum Tod namentlich genannt (EXPRESS)
- In der ARD-Doku spricht sie über die Todesursache (Tagesschau)
Die einzige öffentlich bekannt gewordene Äußerung, die mit seiner Frau in Verbindung gebracht wird, stammt aus der ARD-Dokumentation: Dort soll sie die Todesursache erstmals als Herzstillstand benannt haben, wie die Tagesschau berichtet.
Das Bild: Xatar inszenierte sich öffentlich als Boss, sein Privatleben hielt er unter Verschluss. Die Familie wird erst nach seinem Tod zur zentralen Figur der Berichte.
Xatars Lebenslauf in Daten
Fünf Stationen genügen, um zu zeigen, wie eng Kunst und Kriminalität bei Xatar verbunden waren.
- – Goldraub auf einen Goldtransporter im Raum Ludwigsburg/A81 (Tagesschau, Kölner Stadt-Anzeiger)
- – Verurteilung durch das Landgericht Stuttgart zu acht Jahren Haft (Tagesschau)
- – Vorzeitige Haftentlassung (Tagesschau)
- – Kinofilm „Rheingold“ erzählt sein Leben (FOCUS)
- – Xatar wird tot in seiner Kölner Wohnung aufgefunden (EXPRESS)
Die Abfolge zeigt: Xatar übersetzte Brüche in Kultur. Was 2009 als Straftat begann, wurde 2022 zur Leinwandgeschichte – und endete 2025 in einem Nachruf mit offenen Fragen.
Was bestätigt ist und was nicht
Die Quellenlage ist ungewöhnlich klar bei den Lebensdaten – und ungewöhnlich dünn bei den Umständen des Todes.
Bestätigte Fakten
- Xatar wurde am 8. Mai 2025 tot in seiner Kölner Wohnung gefunden (EXPRESS)
- Er hinterlässt Ehefrau Farvah Hajabi und fünf Kinder (EXPRESS)
- 2011 verurteilte ihn das Landgericht Stuttgart zu acht Jahren Haft (Tagesschau)
Was unklar bleibt
- Offizielle Todesursache: nicht veröffentlicht; die ARD-Doku nennt einen Herzstillstand (Tagesschau)
- Verbleib der Gold-Beute: ungeklärt (Blick)
- Drogenhandel: in den ausgewerteten Quellen kein Beleg
- Krankengeschichte: nicht dokumentiert
Das Muster: Was Gerichte und Behörden festhielten, ist gut belegt. Was zur Legende geworden ist – Gold, Drogen, Krankheit – entzieht sich bislang harten Belegen.
Nach Xatars Tod werden die offenen Punkte zur Projektionsfläche. Solange keine neuen Fakten auftauchen, entscheidet die ARD-Doku über das öffentliche Bild – und die unbeantwortete Gold-Frage über den Mythos.
Solange die Akten schweigen, bleibt die öffentliche Erzählung auf Vermutungen angewiesen.
Stimmen aus den Berichten
Drei Aussagen zeigen, wie unterschiedlich Medien denselben Mann einordnen.
„Goldräuber, Gangsta-Rapper und Baba aller Babas – Xatar nimmt sein Geheimnis mit ins Grab.“
– True-Crime-Podcast des Kölner Stadt-Anzeigers
Die Staatsanwaltschaft Köln hat die Ermittlungen zu den Todesumständen abgeschlossen. Fremdverschulden und äußere Gewalteinwirkung sind ausgeschlossen.
– Meldung von RTL zum Stand der Ermittlungen
Xatar wurde 43 Jahre alt. Er hinterlässt seine Ehefrau Farvah Hajabi und fünf gemeinsame Kinder.
– Bericht des EXPRESS zum Tod des Rappers
Die Unterschiede der Einordnung sind bezeichnend: Für den Kölner Stadt-Anzeiger war Xatar ein Rätsel, für RTL ein Fall mit behördlichem Abschluss, für EXPRESS eine Familiengeschichte.
Fazit: Was von Xatar bleibt
Xatar hat zwei Vermächtnisse hinterlassen: den spektakulärsten Raubüberfall der deutschen Rap-Geschichte und die Erzählung eines Aufstiegs, die 2022 im Kino und 2025 in einer ARD-Dokumentation verarbeitet wurde. Was fehlt, sind die Antworten auf die offenen Fragen – das Gold, die offizielle Todesursache, die Belege für die Drogen-Legende. Für die Deutschrap-Szene, die ihn als „Baba aller Babas“ feierte, ist die Aufgabe klar: Xatars Geschichte inklusive Goldraub und offener Todesursache weiterzuerzählen – oder sie dem Mythos zu überlassen, den der Film gebaut hat.
Häufig gestellte Fragen
Wo wurde Xatar tot gefunden?
In seiner Wohnung in Köln. Die Meldungen datieren den Fund auf den 8. Mai 2025 (EXPRESS).
Welche Rolle spielte Haftbefehl in Xatars Karriere?
Die ausgewerteten Quellen zu Xatars Tod gehen auf eine Zusammenarbeit mit dem Rapper Haftbefehl nicht ein. Eine belastbare Aussage über ihre Beziehung lässt sich mit dem vorliegenden Quellenstand nicht treffen.
In welcher JVA saß Xatar ein?
Eine konkrete Anstalt wird in den ausgewerteten Quellen nicht genannt. Dokumentiert sind die Verurteilung 2011 und die vorzeitige Haftentlassung 2014 (Tagesschau).
Welche Nationalität hatte Xatar?
Xatar, bürgerlich Giwar Hajabi, war Teil der deutschen Rap-Szene. In den ausgewerteten Quellen wird seine Staatsangehörigkeit nicht gesondert benannt.
Wo lebte Xatar in Deutschland?
Zuletzt in Köln, wo er am 8. Mai 2025 tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde (EXPRESS).
Wie alt wurde Xatar?
43 Jahre (Tagesschau).
Ist die Gold-Beute je aufgetaucht?
Nein. Die Beute aus dem Goldraub blieb bis zuletzt verschwunden (Blick).
Die Antworten zeigen: Die meisten Fragen enden dort, wo die Behörden enden. Für Xatars Witwe, die fünf Kinder und die Deutschrap-Szene würden neue Fakten – etwa zum Gold oder zur Todesursache – die Geschichte sofort weiterschreiben.



